Zerstörte Autos nach Ausschreitungen

  • Publiziert: 05.07.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

ZÜRICH – Während einer unbewilligten Kundgebung linksautonomer Aktivisten in Zürich, ist es am Samstagabend zu schweren Ausschreitungen gekommen. Mehrere Gebäude wurden beschädigt und drei Autos in Brand gesetzt.

Rund 70 vermummte Personen versammelten sich kurz nach 21 Uhr zu der unbewilligten Demonstration an der Verzweigung Stauffacherstrasse/Langstrasse. Sie zogen dann durch mehrere Strassen bis an die Weststrasse und beschädigten dabei Gebäude und Fahrzeuge, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilte.

Auf ihrem Weg warfen sie Steine und Farbbeutel gegen verschiedene Amtsgebäude, darunter das Amt für Justizvollzug sowie eine Polizeiwache. Ferner wurden zwei Bankfilialen, ein Securitasgebäude und ein Fahrradgeschäft in Mitleidenschaft gezogen, wie ein Polizeisprecher am Sonntag auf Anfrage sagte.

Ein Polizist wurde leicht verletzt

Zudem beschädigten die Chaoten offenbar wahllos Fahrzeuge, drei davon zündeten sie an. Zwei Autos brannten vollständig aus. Laut Polizeisprecher dürften die Sachschäden Hunderttausende von Franken ausmachen.

Die Festgenommenen, zwei Frauen und acht Männer, stammen aus der Schweiz, Österreich, Litauen und den USA. Sie sind zwischen 14 und 32 Jahre alt. Acht Personen wurden bis am Sonntagmorgen wieder auf freien Fuss gesetzt. Zwei junge Männer werden laut Polizei der Zürcher Staatsanwaltschaft zugeführt
Ein Polizist sei bei dem Einsatz durch Glassplitter leicht verletzt worden. (sda/b35)