Wüste Schlägerei US-Rapper Necro bei Zürcher Konzert verhaftet

ZÜRICH - Necro (39) und mehrere Männer seiner Crew verprügelten am Freitag im Club «Komplex» einen Zürcher Rapper, der als Vorgruppe auftrat. Der Schweizer landete im Spital, der Ami und seine Prügel-Kumpanen im Knast.

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Der US-Rapper und Producer «Necro» spielte am Freitagabend im Zürcher Club Komplex457 sein einziges Schweizer Konzert seiner aktuellen Europa-Tournee. Necro aus Brooklyn NYC gehört zu den alten Rap-Grössen aus den 90ern und ist bekannt für seine morbiden Texte. Er gilt gar als Erfinder des «Death Rap».

So gewaltverherrlichend seine Musik, so auch der Musiker selber: Offenbar hat der 39-Jährige US-Rapper seine Emotionen nicht im Griff. Am Freitagabend kommt es nämlich zu einer brutalen Schlegi mit einem Zürcher Rapper, der kurz zuvor als Vorgruppe aufgetreten ist.

US-Rapper und Beatproducer «Necro» aus Brooklyn gilt als der Erfinder von «Death Rap». Er ist als besonders aggressiv bekannt. play

US-Rapper und Beatproducer «Necro» aus Brooklyn gilt als der Erfinder von «Death Rap». Er ist als besonders aggressiv bekannt.

Der Streit nimmt mitten im Club seinen Anfang, die genauen Umstände sind unklar. Necro und seine Jungs spielen gerade das letzte Lied ihrer Show. Offenbar hatte sich einer von Necros Freunden vor der Bühne unmöglich benommen und wild herumgepogt – irgendwie geraten der Zürcher und der Ami aneinander.

Sicher ist: Necros Bodyguard mischt sich ein und gibt dem Zürcher Rapper unverhofft eine kräftige Kopfnuss. Necro, sein Backup-Rapper «Mr. Hyde» und weitere Amis springen ab der Bühne und greifen sofort mit ein, verteilen heftige Faustschläge. Mindestens drei Hünen prügeln auf ihr Opfer ein, würgen es sogar. Weitere Männer kommen hinzu, sodass sich der Zürcher Rapper retten kann. Er trägt ein verschlagenes Gesicht, zwei verlorene Zähne und eine Platzwunde am Kopf davon und muss ins Spital.

Doch die Amis haben bereits die neuen Opfer im Visier, die dem Zürcher bloss helfen wollten: In einem Snapchat-Video ist zu sehen, wie sie auf einen Mann einprügeln, der nur noch den Kopf ducken und einstecken kann.

Der Zürcher Nachtclub «Komplex» ist sonst brav - und auch kein expliziter Schwulen-Club. play
Hier kam es zur unausgeglichenen Prügelei. eventlokale.com

Das Konzert wird sofort abgebrochen, die Polizei kreuzt auf, nimmt Necro und seine Entourage fest und räumt den Club umgehend. Die Stadtpolizei Zürich bestätigt den Vorfall. Drei Männer im Alter von 33, 37 und 39 Jahren seien verhaftet worden, sechs Beteiligte mussten im Spital behandelt werden. Der Letzte konnte erst heute aus dem Spital entlassen werden, er hat immer noch schlimme Kopfschmerzen.

«Mr. Hyde» kam am Samstag wieder auf freien Fuss, Necro und ein anderer Ami aber bleiben bis zu ihrem heutigen Schnellverfahren weiter in U-Haft.

Necro sucht immer Stress

Szenen-Kenner überrascht den Vorfall nicht. Schon bei Necros Berner Konzert vor einem halben Jahr ist die Situation beinahe eskaliert. Eine Konzert-Organisatorin, die öfters US-Rapper bei ihren Schweizer Konzerten begleitet und die Aufenthalte für sie organisiert, sagt zu BLICK, dass Necro als besonders aggressiv gilt. «Der wartet jeweils förmlich darauf, dass irgendeiner Stress macht, sodass er sich prügeln kann.»

Der Organisator des Zürcher Konzerts Jeronimo Vargas und Besitzer vom Online-Versandhandel rapaholics.ch bedauert den Vorfall sehr. «Der Zwischenfall war völlig unnötig und sehr schade. Das ganze wirft leider ein falsches Licht auf die Künstler. Sie waren bestimmt nicht auf Gewalt aus und wollten nur eine gute Show abliefern», sagt er.

Vor allem sei die Schlägerei aus den falschen Gründen losgegangen. «Die kommen halt aus Brooklyn, das ist eben ein anderes Pflaster. Wenn ihnen jemand Disrespect gibt, kann es schon einmal vorkommen, dass die nicht so glücklich reagieren. Aber in diesem Falle ist der Streit aus einem völlig falschen Affekt eskaliert und hat leider auch den Falschen getroffen.»

Tour jäh beendet

Necro musste seinen Auftritt vom Samstagabend in Wiesbaden (D) absagen. Es wäre das letzte Konzert auf der «Terminator Part II»-Tournee gewesen, die damit nun unschön geendet hat.

Publiziert am 30.11.2015 | Aktualisiert am 30.11.2015
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5 Kommentare
  • Heinz  Keller 01.12.2015
    Weshalb veranlasst der Bund nicht eine Einreisesperre?
  • Horst  Schlemmer aus Einsiedeln
    30.11.2015
    Wow... Endlich mal was los in züri.
    Sogar mit internationaler beteiligung.... Der ami wird sich totlachen über unser dorfgefängnis...
  • H.   Heller aus Zürich
    30.11.2015
    Bravo. Buchtet die Rüpel ein und lasst sie erst wieder frei, wenn sie eine gesalzene Rechnung und Schmerzensgeld bezahlt haben, sonst seht ihr die nie mehr. Der Proll soll in seiner Prollcity bleiben und nicht hier herumprügeln.
  • Pascal  M. 30.11.2015
    peinlicher kindergarten.
    als vorgruppe muss man schon bescheid wissen für wen man spielt..
    und necro hat sich das richtige land ausgesucht für körperverletzung.
    die pseudo-strafe ist ihm gewiss.

    die äusserungen vom schweizer rapaholics.ch chef sind so peinlich dass einem körperlich schmerzt. "disrespect"?, LMAO!
  • Evel  Knievel aus Kampala
    30.11.2015
    ouh ja Brooklyn ist ja eine ganz schlimme Ecke in New York... cmon, da gibt es gefährlichere Viertel in NYC!