Vor Zürcher Fussball-Derby Wirte ignorieren Bier-Verbot vor Stadion

  • Publiziert: 08.02.2012
  • Von Markus Ehinger
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FCZ-Fans im Letzigrund: In und um das Stadion dürfen sie nur Leichtbier trinken. Die Wirte wehren sich aber gegen das Verbot von normalem Bier.

ZÜRICH - Am Sonntag ist Alkohol in und um dem Stadion Letzigrund verboten. So will es das Polizeidepartement der Stadt Zürich. «Nicht mit uns», sagt der Gastroverband.

Damit das nächste Derby zwischen dem FC Zürich und GC am Sonntag friedlich abläuft, wird im Letzigrund nur Leichtbier mit höchstens 3 Volumenprozenten ausgeschenkt. Nicht nur im Stadion, sondern auch in den Beizen rund ums Letzigrund herum gilt das Alkoholverbot von 16 bis 19.30 Uhr. Betroffen sind Betriebe in einem Umkreis, der bis hinter den Albisriederplatz reicht. Das hat das Polizeidepartement der Stadt Zürich am 20. Januar entschieden.

Der Gastgewerbeverband Zürich-City ist empört und geht gegen dieses Verbot auf die Barrikaden. Er fordert die Wirte rund ums Stadion zu Ungehorsam auf. «Die betroffenen Wirte werden vom Vorstand von Gastro Zürich-City aufgefordert, die angeordneten Einschränkungen insofern nicht einzuhalten respektive nicht zu beachten, als dass im jeweiligen Restaurationsbetrieb in gewohntem Ausmass Alkohol ohne Bewilligung und/oder Meldung an die Polizei verkauft werden soll.» Immerhin empfiehlt der Verband seinen Mitgliedern, von Bierverkauf über die Gasse abzusehen.

Wer bezahlt die Busse?

Wirte, die das Verbot missachten, bekommen vom Gastroverband juristische Unterstützung. «Bei allfälligem Patententzug wird den Wirten unentgeltlich eine rechtliche Beratung zur Lösung ihres Problems offieriert.» Der Verband geht noch weiter: «Allfällige Bussen werden den Gastronomen zurückerstattet.» Das gilt allerdings nur für den Verkauf im Restaurant und nicht für den Alkoholverkauf über die Gasse. Der Stadtzürcher Gastroverband spricht beim Alk-Verbot von einem «amtlich verfügten Willkürschlag.» Er sei nicht bereit, die Auswüchse einer kleinen Minderheit zu tragen, nur weil Polizei und Politik nicht willens seien, mit Entschiedenheit und Konsequenz das Problem ein für allemal zu beseitigen.

Verbot erst ab Matchbeginn

«Wir haben die 49 Betriebe, die vom Verbot betroffen sind, befragt. 46 von ihnen haben sich gemeldet und gesagt, sie wollen sich wehren», sagt Ernst Bachmann, Präsident von Gastro Zürich-City, zu Blick.ch. Das Verbot ergäbe gar keinen Sinn: «Erst ab 16 Uhr, wenn der Match anfängt, darf kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden. Das heisst, die Fans können betrunken ins Stadion. Doch die anderen Restaurantgäste, die nichts mit Fussball am Hut haben, dürfen keinen Alkohol mehr trinken. Da straft man die Falschen!»

Der Verband wolle zwar mithelfen, die Probleme in den Griff zu kriegen: «Wir haben kein Interesse an einem Theater. Aber dieses Verbot ist blödsinnig. Wir hoffen, dass die Stadt noch einlenkt.»

(ehi/as)

Kommentare (14)

  • Manuel  Beffa
    Es ist lachhaft zu glauben dass so ausschreitungen verhindert werden können. Wer umbedingt prügeln will lässt sich nicht davon abhalten wenn er sein bier nicht mehr in der kneipe trinken kann, dann kauft er sich eben bier im Laden. Und die meisten von denen konsumieren nebenbei sowieso noch Cannabis, Kokain etc. Bestraft werden wieder mal die falschen.
    • 08.02.2012
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  • Pat  Muzik , Biel
    Richtig so, man hat die Tradition das Übel immer an der Oberfläche anzupacken. Hört endlich auf unschuldige Wirte zu bestrafen und packt die Hooligans richtig an. Im Stadion, zu Hause, bei der Arbeit etc.
    • 08.02.2012
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  • Georg  Ritter
    Jajaja... klar. Der Beizerverband wieder mal. Wenn ihm was nicht in den Kram passt, dann fordert er zum "Ungehorsam" auf. Aber mal eine konstruktive Lösung bieten? Sicher nicht! Machen die Beizer nie. Weder damals beim Passivraucherschutz noch jetzt noch in Zukunft. Sind eben Beizer.
    • 08.02.2012
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    • René  Willi
      Herr Ritter: Das Verbot ist ein blödsinn, denn wie im Text geschrieben ist das Verbot ab 16:00 Uhr, wo der Match beginnt und da sollten eigentlich die "Fans" im Stadion sein. Da bestraft man wirklich nur die normalen Gäste. Das hat nichts mit "nicht in den Kram passt" zu tun. Die Gastro City Vereinigung hat ja bereits einen Vorschlag gemacht "Kein Verkauf über die Gasse den ganzen Tag"!
      • 08.02.2012
      • als Kommentar auf Georg  Ritter
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  • Bruno  Loeliger , Basel
    wieso dieser Aufstand, für die paar Zuschauer ist das doch nicht relevant.Gruss aus der Fussballhauptstadt
    • 08.02.2012
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  • pantaleo  loris
    wer geht überhaubt noch spiele der SUPER-GURKEN-LEAGUE schauen.es gibt doch viel schöneres an einem wochenende zu machen.spazieren gehen.ein kinobesuch.freunde besuchen.in ein hallenbad schwimmen gehen u.s.w.
    • 08.02.2012
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