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FCZ-Fans im Letzigrund: In und um das Stadion dürfen sie nur Leichtbier trinken. Die Wirte wehren sich aber gegen das Verbot von normalem Bier.
Damit das nächste Derby zwischen dem FC Zürich und GC am Sonntag friedlich abläuft, wird im Letzigrund nur Leichtbier mit höchstens 3 Volumenprozenten ausgeschenkt. Nicht nur im Stadion, sondern auch in den Beizen rund ums Letzigrund herum gilt das Alkoholverbot von 16 bis 19.30 Uhr. Betroffen sind Betriebe in einem Umkreis, der bis hinter den Albisriederplatz reicht. Das hat das Polizeidepartement der Stadt Zürich am 20. Januar entschieden.
Der Gastgewerbeverband Zürich-City ist empört und geht gegen dieses Verbot auf die Barrikaden. Er fordert die Wirte rund ums Stadion zu Ungehorsam auf. «Die betroffenen Wirte werden vom Vorstand von Gastro Zürich-City aufgefordert, die angeordneten Einschränkungen insofern nicht einzuhalten respektive nicht zu beachten, als dass im jeweiligen Restaurationsbetrieb in gewohntem Ausmass Alkohol ohne Bewilligung und/oder Meldung an die Polizei verkauft werden soll.» Immerhin empfiehlt der Verband seinen Mitgliedern, von Bierverkauf über die Gasse abzusehen.
Wer bezahlt die Busse?
Wirte, die das Verbot missachten, bekommen vom Gastroverband juristische Unterstützung. «Bei allfälligem Patententzug wird den Wirten unentgeltlich eine rechtliche Beratung zur Lösung ihres Problems offieriert.» Der Verband geht noch weiter: «Allfällige Bussen werden den Gastronomen zurückerstattet.» Das gilt allerdings nur für den Verkauf im Restaurant und nicht für den Alkoholverkauf über die Gasse. Der Stadtzürcher Gastroverband spricht beim Alk-Verbot von einem «amtlich verfügten Willkürschlag.» Er sei nicht bereit, die Auswüchse einer kleinen Minderheit zu tragen, nur weil Polizei und Politik nicht willens seien, mit Entschiedenheit und Konsequenz das Problem ein für allemal zu beseitigen.
Verbot erst ab Matchbeginn
«Wir haben die 49 Betriebe, die vom Verbot betroffen sind, befragt. 46 von ihnen haben sich gemeldet und gesagt, sie wollen sich wehren», sagt Ernst Bachmann, Präsident von Gastro Zürich-City, zu Blick.ch. Das Verbot ergäbe gar keinen Sinn: «Erst ab 16 Uhr, wenn der Match anfängt, darf kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden. Das heisst, die Fans können betrunken ins Stadion. Doch die anderen Restaurantgäste, die nichts mit Fussball am Hut haben, dürfen keinen Alkohol mehr trinken. Da straft man die Falschen!»
Der Verband wolle zwar mithelfen, die Probleme in den Griff zu kriegen: «Wir haben kein Interesse an einem Theater. Aber dieses Verbot ist blödsinnig. Wir hoffen, dass die Stadt noch einlenkt.»
(ehi/as)
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