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Der Schock beim populären Radiosender Energy sitzt tief. Das Bundesverwaltungsgericht stützt den Konzessionsentzug des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) von Bundesrat Moritz Leuenberger. Damit wird dem Privatradio der Stecker gezogen.
Die Mitarbeiter sind wütend und traurig. «277000 Menschen verlieren ihren Radiosender, wir verlieren unseren Job», sagt Moderator Stefan Büsser. Und sein Kollege Sascha Wanner beschreibt seine Gefühle so: «Es schwankt zwischen Wut und Trauer!»
Auch ausserhalb des Senders sorgt der Entscheid für Unmut. «Ich bin bestürzt und wütend», sagte Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument heute an der Jahrestagung des Verbandes Schweizer Presse in Interlaken. Erstmals in der Geschichte sei durch den Staat ein Medienverbot erlassen worden.
Der Kampf geht weiter
Radio Energy Zürich kämpft nach dem negativen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichtes weiter. Auf politischem Weg soll nun eine UKW-Übergangslösung erarbeitet werden. Diese würde dereinst einen nahtlosen Wechsel zur digitalen Technologie DAB+ ermöglichen.
Eine UKW-Übergangslösung ist gemäss einer Studie möglich und wird auch von der SRG unterstützt, wie Marc Walder, Geschäftsführer von Ringier Schweiz, vor den Medien in Zürich ausführte. Die SRG sei bereit, für eine vierte UKW-Frequenz im Raum Zürich DRS2 zu verschieben. Dann könnte Energy vorläufig auf UKW weitersenden.
«Den Glauben verlieren wir zuletzt. Und die Hoffnung auch», sagt Dani Büchi, Geschäftsleiter Radio Energy. «Wir klammern uns an diesen Strohhalm bis zuletzt.» (ent)