Schlafzimmer-Räuber gestehen Wie gross ist die Bande wirklich?

USTER – Ist der Albtraum jetzt endlich vorbei? Zwei verhaftete Schlafzimmer-Räuber haben mehrere Überfälle zugegeben, nach einem dritten wird immer noch gefahndet. Doch die Bande könnte noch grösser sein.

  • Publiziert: 29.04.2010, Aktualisiert: 14.01.2012

Schlieren, Opfikon, Uster: Die brutale Bande von Schlafzimmer-Räubern verbreitete Angst und Schrecken im Kanton Zürich. Sie brachen jeweils über ein Balkonfenster oder die Gartentüre in Wohnungen ein, fesselten die Bewohner und verlangten Geld, Schmuck, Bankomat-Karte und PIN-Code.

Ein Angolaner (21) und ein Deutscher (22) haben jetzt gestanden, bei den drei Überfällen dabei gewesen zu sein. Staatsanwalt Markus Oertle bestätigt gegenüber Blick.ch einen entsprechenden Bericht von «Radio 1».

Anfang März waren die Gangster in Uster auf frischer Tat ertappt worden, als sie den Bewohner einer Parterrewohnung überfielen. Einen der Männer konnte die Polizei später in Uster in einem Taxi verhaften – den zweiten nahm die Polizei eine Stunde später in Zürich fest.

Doch offenbar ist die Bande noch grösser: Die Polizei fahndet nach mindestens einem weiteren Mann. Fahndungsbilder der Kantonspolizei zeigten nach dem Überfall in Opfikon zwei Männer, die in der Bank mit der gestohlenen Kreditkarte Geld abhoben, beide sind vermummt, aber weisser Hautfarbe. Unklar ist, ob es sich um Komplizen der Räuber handelt oder ob mindestens der verhaftete Deutsche dabei war.

Staatsanwalt Oertle will gegenüber Blick.ch nicht ausschliessen, dass die Bande noch grösser ist – und dass sie noch für mehr Taten verantwortlich ist. (bih)

play Parterre-Wohnung in Uster: Bei diesem Überfall wurden die Gangster geschnappt. (newspictures.ch)