Wegen Mehrwertsteuer auf Tampons Feministinnen färben Zürcher Brunnen blutrot

ZÜRICH - Die feministische Gruppe «Aktivistin.ch» organisiert heute eine Aktion, mit der sie auf zu hohe Preise für Tampons, Binden und andere Hygieneartikel aufmerksam machen will.

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Zehn Zürcher Brunnen sind seit heute Morgen rot eingefärbt. Feministinnen aus Zürich wollen damit gegen teure Tampons demonstrieren und auf die weibliche Menstruation aufmerksam machen. Somit soll ein Diskurs über den gesellschaftlichen Umgang mit dem weiblichen Körper angeregt werden, schreibt der Verein «Aktivistin.ch» auf seiner Website. Ein natürlicher Umgang mit sich selbst sei wegen der Sexualisierung des weiblichen Körpers in der Lifestyle-Kultur und des bestehenden Schamgefühls in Bezug auf den eigenen Körper, speziell während der Menstruation, fast unmöglich.

 

Eine Frau menstruiert in ihrem Leben durchschnittlich 444 Mal. Trotzdem würden für Tampons, Binden und andere Hygieneartikel eine Mehrwertsteuer von 8 Prozent veranschlagt – anders als der reduzierte Satz von 2,5 Prozent, der für andere Güter des alltäglichen Eigenverbrauchs gilt. «Tampons gelten also als Luxusprodukt», schreibt die Gruppe. 

Übrigens: Das Wasser in den Brunnen ist mit Lebensmittelfarbe rot gefärbt. Somit entstehen keine bleibenden Schäden. (stj)

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 05.10.2016
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18 Kommentare
  • Roland  Waldispühl aus Kriens
    04.10.2016
    z.B. 1 Pack OB pro Confort, 32 Stück = 5.-
    Angenommen es braucht ein ganzes Pack, mal 444 Menstruationen, dann macht das 2220 Fr Total. 8 Prozent Mwst = 177.60, 2.5 Prozent Mwst =55.50
    Somit demonstrieren die Damen wegen Mehrkosten von 122.10 während ihres Lebens oder 28 Rp/Menstruation?
    Einfach lachhaft.
  • Meier  Ernst aus Erde
    04.10.2016
    Tja, als Mann zahle ich für Rasierklingen und Rasierschaum auch die volle Mehrwertsteuer und rasier mich jeden Tag. Natürlich wäre es wünschenswert auf Hygieneartikel, Rasierklingen/Rasierschaum, Windeln usw einen ermässigten Mehrwertsteuersatz zu bekommen. Einen Brunnen mit Rasierschaum verunstaltet hatte ich deshalb aber noch nicht.
    • Paolo  Hugentobler 04.10.2016
      Ist ja auch interessant, dass diese Feministinnen wieder einmal nur an sich selbst denken, und männliche Hygieneartikel, z. B. Rasierzeug, nicht mit in den Protest einbeziehen. Man will Gleichheit und verlangt aber immer weibliche Sonderregelungen. Sexismus pur!
    • Marco  Weber 04.10.2016
      Herr Meier diese überlegung hatte ich auch! Wir könnten ja alles mit Rasierschaum und Rasierklingen und Aftershave vollpflastern damit auch die Rechte der Männer beachtet werden! Oder ist Gleichberechtigung nur noch jeder schaut für sich das er das beste bekommt und irgendwelche sonderrechte erhält?
  • Carly  Pfitzner 04.10.2016
    Wie wäre es mit einer Gegendemo der wertkonservativen Frauen? So wäre das Plakat "Happy to bleed" einfach durch ein "Happy to breed" zu ersetzen! Als Nebeneffekt: Chinesische und japanische Touristen hätten beim Lesen bzw bei der Aussprache sowieso auf die letztere Bedeutung getippt!
  • Adrian  Schärli aus Nebikon
    04.10.2016
    Nicht dass ich jetzt finde, dass endlich einer diese Problematik angeht, doch sollte man diese Produkte analog Rasierzeug, WC-Papier und Babywindeln behandeln. Alles Produkte des täglichen Bedarfs, bei denen man nicht unbedingt von Luxusprodukten spricht.
  • Karin  Schwegler 04.10.2016
    Hat nichts mit weiblichen Körper zu tun mehr aber mit zu hohen Preisen auf Produkten generell in der Schweiz.
    Ich möchte auch eine Diskussion über die Füdlis der Schweiz, da das WC Papier zu teuer ist.
    Nicht zu vergessen die triefenden Nasen wo Taschentücherpreise zu hoch sind.