Nach Terror in Berlin Basel schützt Weihnachtsmarkt mit Beton

Auch die Schweizer Weihnachtsmärkte reagieren auf die Anschläge in Berlin. Mit Konsultationen bei der Polizei und einer Schweigeminute.

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Wie sicher sind die hiesigen Weihnachtsmärkte? Nach dem Anschlag in Berlin prüfen auch die Schweizer Betreiber, ob sie Massnahmen ergreifen müssen.

Christian Brugger betreibt den «Dörfli-Weihnachtsmarkt» im Zürcher Niederdorf und sagt: «Wir stehen in Verbindung mit der Polizei.» Der Markt im Niederdorf sei aber glücklicherweise nicht exponiert – es ist nicht möglich, von einer Strasse direkt zuzufahren.

Basel-Stadt verstärkt die Sicherheitsmassnahmen

Die Zürcher Stadtpolizei führt momentan eine «sorgfältige Lagebeurteilung» durch und entscheidet, ob aufgrund der Ereignisse in Berlin spezielle Massnahmen ergriffen werden müssen. Die Massnahmen werden nicht kommuniziert, teilte der Mediensprecher mit.

Die Kantonspolizei Basel-Stadt teilte hingegen bereits mit, dass sie ihre Sicherheitsmassnahmen auf den Weihnachtsmarktplätzen per sofort verstärkt. Neben vermehrten Polizeipatrouillen werden auch mögliche Zufahrten mit baulichen Massnahmen oder Fahrzeugen erschwert.

Auf den beiden Weihnachtsmärkten der Stadt Bern markierte die Polizei heute Präsenz, wie ein Augenschein zeigte. Polizisten patrouillierten. und am unteren Rand des Markts auf dem Waisenhausplatz hatte die Polizei zwischen Durchgangsstrasse und erstem Marktstand ein grösseres Fahrzeug quer auf den Platz gestellt.

«Natürlich macht man sich Sorgen»

Stefan Blätter, Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten, sagt: «Die terroristische Bedrohung bleibt auch in der Schweiz erhöht.» Man habe die Zusammenarbeit untereinander und mit den Bundesstellen intensiviert. Trotz aller Massnahmen müsse man sich aber bewusst sein, dass solche Ereignisse auch in der Schweiz nie ganz ausgeschlossen werden könnten.

Ein Polizist sichert in Basel die Fussgängerzone mit umgehängter Waffe. play
Ein Polizist sichert in Basel die Fussgängerzone mit umgehängter Waffe. BLICK

«Natürlich macht man sich Sorgen und schaut vielleicht mal genauer hin», sagte Stephan Mosimann, der auf dem Berner Münsterplatz einen Keramikstand betreibt. Aber es gelte, nicht emotional zu werden und den Ball flachzuhalten. «Wir müssen unser Leben weiterführen.»

Gedenkminute für Berlin

Die Organisatoren der «Christkindlimärkte» in den Hauptbahnhöfen von Zürich und Luzern halten derweil fest, dass sie bereits über spezielle Sicherheitskonzepte verfügen. Sie betonen: «Die Leute können sich bei uns sicher fühlen.» Videoüberwachung, Alarmanlagen, Stadtpolizei, Bahnpolizei und angestellte zivile «Fahnder», die sich unters Volk mischen, sin dim Einsatz.

Im «Wienachtsdorf» auf dem Zürcher Sechseläutenplatz wird heute Abend um 20 Uhr die Beleuchtung des Weihnachtsbaums und des Opernhauses für eine Gedenkminute ausgeschaltet. Die Betreiberin Katja Weber sagt: «Wir werden uns sicher nicht von den schrecklichen Taten abschrecken lassen, sondern werden die Weihnachtstage umso mehr vor Ort verbringen.» (pfc)

Publiziert am 20.12.2016 | Aktualisiert am 13.01.2017
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49 Kommentare
  • Beni  Wiederkehr , via Facebook 21.12.2016
    würde mich mal noch wunder nehmen, was unsere "menschenfreunde" zu diesem thema sagen. in so einer situation hört man von diesen leuten garnichts
  • Marco  Widmer aus Würenlingen
    21.12.2016
    Vielleicht würde es helfen, solche Taten ein bisschen mehr zu ignorieren und sie nicht so auf zu pauschen. Der Täter sitzt jetzt sicher in einer warmen Stube und verfolgt die Millionen von Facebook und Co Einträgen. Es geht ja der IS gar nicht drum alle zu vernichten sondern nur um Weltweite Aufmerksamkeit und mit jedem noch so kleinen Anschlag schenken wir Ihnen diese Aufmerksamkeit. Wäre besser wenn wir dies lassen würden. Man kann auch im stillen Gedenken.
    • Susanne  Reich 21.12.2016
      Woher haben Sie Ihr Wissen Herr Widmer. M.E. hat gerade der IS das Ziel möglichst viele Ungläubige zu vernichten, denn für sie sind wir der Untergang. Ihrem Glauben entsprechend darf man gegen uns alles unternehmen, ohne Respekt vor Leib und Leben, wenn ich das Ganze bisher richtig verstanden habe. Um nur Aufmerksamkeit erhaschen zu wollen, braucht es keine Toten und schon gar nicht auf diese Weise.
  • Werner  Leuthold aus Carrera
    20.12.2016
    Alles zubetoniert - Problem gelöst!
    Halleluja - Friede, Freude, Eierkuchen - alles wird gut.
    Und am 24sten wird uns eh der Erlöser geboren - der gibt uns dann die um 10 Prozent gesteigerten Umsatzzahlen aus dem Weihnachtsgeschäft bekannt...
  • Roman  Bachmair aus Naters
    20.12.2016
    Es wäre einfacher und da wird mir jeder Spediteur recht geben, mit Betonplatten beladene Sattelschlepper längsweg in die Zufahrten zu stellen. An denen kommt dann nichts mehr einfach so vorbei.

    Die Behörden wären auch gut beraten, sich solche Fahrzeuge zu beschaffen, für den Moment aber wäre dies sicher die einfachste und effektivste Lösung.

    Und die Politiker in Bundesbern sollten einmal die Migrationsventilatoren kappen und dafür der Sicherheit des eigenen Volkes mehr Aufmerksamkeit widmen!
  • Berliner  Bär 20.12.2016
    Das wird n nichts bringen. Was ist wenn drei mit Maschinengewehren in den Weihnachtsmarkt rennen? Was ist, wenn sich einer in die Luft sprengt? Da helfen die Boller nicht. Viele Grüße aus dem kaputten Berlin