Mysteriöser Fund im Zürichsee Was steckt in diesen Fässern?

ZÜRICH - Eine Umweltschutzorganisation hat im Zürichsee 30 Metallfässer entdeckt. Die Behörden sind informiert. Was genau in den Fässern steckt, ist aber nach wie vor unklar.

  • Publiziert: 02.11.2012
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Filmaufnahme eines der mysteriösen Fässer.

(ZVG/SUAT)

Als am 10. Mai 2012 zwei Mitglieder des Vereins Schweizer Umwelt- und Abfalltaucher (SUAT) im Zürichsee einen Routine-Tauchgang durchführen machen sie ein mysteriöse Entdeckung: Unweit des Bahnhofs Tiefenbrunnen, in 12 bis 14 Metern Tiefe, stossen die beiden Taucher auf über 30 Metallfässer.

Auf eine Bergung verzichten sie, stattdessen markieren sie ihren Fund mit einer Boje und informieren die Seepolizei des Kantons Zürich und das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Avel).

Vorsicht ist geboten

«Bei Fässern ist besondere Vorsicht geboten, da man ja nie weiss, was für Substanzen sich darin befinden», sagt Daniel Schoch, Leiter der SUAT-Sektion Zürich. Zudem sei die Gefahr gross, dass ein Fass bei der Bergung auseinanderbreche und je nach Inhalt eine Gefahr für die Umwelt entstehe.

«Deshalb bergen wir in solchen Fällen nicht selber, sondern überlassen dies den Behörden oder spezialisierten Bergungsunternehmen», so Schoch.

Strafanzeige eingereicht

Inzwischen haben das Avel und die Seepolizei des Kantons Zürich gemäss der TV-Sendung «Schweiz Aktuell» umfangreiche Abklärungen unternommen und Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Gewässerverschmutzung eingereicht.

 Die Fässer sind aber noch nicht geborgen worden, befinden sich noch immer im Zürichsee.

Was genau in ihnen steckt, ist nach wie vor unklar. Erste Proben des Avel zeigen aber: Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht wohl nicht.  (bau)

Beliebteste Kommentare

  • Daniel  Huber
    Der grösste Gewässerverschmutzer war ja über Jahrzehnte der Bund selber mit den tonnenweisen verschiedenen Munitionen in verschiedenen Schweizerseen und bestraft wurde bis heute niemand. Gilt das hier wohl auch?
  • Kurt  Werner , Oetwil am See
    Solche Fässer liegen überall in den Seen. Meist wurden diese für
    Plattformen verwendet. Aber auch von den Baustellen, die an den
    Seeufern waren, wurden die leeren Dieselfässer auf diese Art entsorgt. Uebrigens, im Urnersee liegen einige Autos, die bis in die 60er Jahren auf " legale " Art so entsorgt wurden. Wenn ihr wüsstet, was da alles herumliegt,würdet ihr kein Wasser aus den Seen noch trinken wollen.
    • 03.11.2012
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    • 3

Alle Kommentare (4)

  • Ernst  Wyss , via Facebook
    Man weiss nicht was Drin ist . ABER eine GEFAHR besteht nicht. Ja dann lasst sie doch verroten,wenn man es schon so genau weiss.
    • 03.11.2012
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  • Avena  Smithy , Zürich , via Facebook
    Eine Strafanzeige war wohl wieder das Wichtigste obwohl man noch nichts von den Fässern weiss. Die könnten auch leer sein oder vor 50 Jahren deponiert worden sein und dann ist eh alles verjährt.
    • 03.11.2012
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  • Kurt  Werner , Oetwil am See
    Solche Fässer liegen überall in den Seen. Meist wurden diese für
    Plattformen verwendet. Aber auch von den Baustellen, die an den
    Seeufern waren, wurden die leeren Dieselfässer auf diese Art entsorgt. Uebrigens, im Urnersee liegen einige Autos, die bis in die 60er Jahren auf " legale " Art so entsorgt wurden. Wenn ihr wüsstet, was da alles herumliegt,würdet ihr kein Wasser aus den Seen noch trinken wollen.
    • 03.11.2012
    • 39
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  • Daniel  Huber
    Der grösste Gewässerverschmutzer war ja über Jahrzehnte der Bund selber mit den tonnenweisen verschiedenen Munitionen in verschiedenen Schweizerseen und bestraft wurde bis heute niemand. Gilt das hier wohl auch?

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