Corina Ruesch (25) erzählt, wie der Mensch leidet, wenn das geliebte Haustier plötzlich verschwindet.
Ihre Gedanken sind immer bei Luna (4). Dem Büsi, das Corina Ruesch (25) so liebt. Schon seit dem 16. Oktober ist die Katze verschwunden.
«Am Abend, wenn ich von der Arbeit kam, begrüsste sie mich immer mit einer Schmuse-Orgie. Sie konnte gar nicht genug gestreichelt werden. Das vermisse ich am meisten», sagt Ruesch.
Jeden Abend geht die gelernte Coiffeuse aus Zürich-Höngg mit der Taschenlampe auf die Suche. «Ich hoffe so sehr, dass Luna noch lebt.»
In der Wohnung von Corina Ruesch steht ein Napf mit Trockenfutter. Auf dem Balkon liegt das Katzenspielzeug. Alles ist bereit für die Rückkehr des Büsi.
Im Quartier hat Corina Ruesch Flugblätter verteilt. Immer wieder fragt sie Passanten: «Haben Sie meine Luna gesehen?» Corina Ruesch hat sogar eine Belohnung von 150 Franken für Hinweise ausgesetzt.
Einmal entdeckte sie in Oetwil an der Limmat ZH eine Katze, die Luna ähnlich sah. «Als ich sie näher anschaute, war sie es doch nicht. Ich war enttäuscht.» Die Büsi-Besitzerin leidet.
«Luna war ein Geschenk meines Vaters Albert zu meinem 21. Geburtstag. Es war Liebe auf den ersten Blick. Sie war schon als Baby die perfekte Katze.» Am 11. September starb Corinas Vater mit 55 Jahren. «Luna erinnerte mich immer an die glücklichen Zeiten mit meinem Vater», sagt Corina Ruesch.
Sie hat sich zwei Katzenpfoten auf den Rücken tätowieren lassen. «Nur noch das bleibt mir jetzt von Luna.»
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