Verhaltensnote zählt auch Wer sich schlecht benimmt, kommt nicht ins Gymi

Der Kanton Zürich hat den Sprung von der Sek ins Kurzzeit-Gymi reformiert. Neu sollen auch Verhaltensnoten berücksichtigt werden.

Spielerischer Französisch lernen. Die sechs Passepartout-Kantone reagieren auf Kritik und bessern die Lehrmittel nach. (Symbolbild) play
Wer ins Kurzzeit-Gymi wechseln will, soll sich im Unterricht anständig verhalten. CHRISTIAN BEUTLER

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Zürcher Schüler sollen sich künftig anständig benehmen, wenn sie nach der Sekundarschule ins Kurzzeit-Gymi wechseln wollen. Nebst den Noten aus den Aufnahmeprüfungen sollen neu auch Noten zum «Arbeits- und Lernverhalten» – sprich Verhaltensnoten – berücksichtigt werden.

Dies hat der Zürcher Bildungsrat entschieden, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Die Beschlüsse wurden in einem Modell gefasst, das die Notenzählung bei der Gymi-Aufnahme neu und fairer gestalten soll. 

«Die Mittelschulen wollen wissen, ob ein Schüler genügend ‹Pfupf› hat, um bei ihnen zu bestehen. Das Arbeits- und Lernverhalten bietet dafür Anhaltspunkte», sagt Hans-Martin Binder dem «Tages-Anzeiger». Binder war bei der Ausgestaltung der Prüfungsreform als Projektleiter beteiligt.

Verhalten wichtiger als Schulnoten

Martin Zimmermann, Rektor der Kantonsschule Zürcher Oberland, begrüsst diesen Entscheid: «Das Verhalten zeigt die Schulaffinität des Jugendlichen und sagt etwas aus über die Bereitschaft, weitere drei oder vier Jahre zur Schule zu gehen.»

Damit geht Zürich in eine Richtung, die bereits Lehrmeister eingeschlagen haben: Bei der Ausbildung von Jugendlichen soll vermehrt auch das Verhalten beurteilt werden. Katharina Stoll, Interimsdirektorin des Laufbahnzentrums der Stadt Zürich, findet, dass solche Verhaltensnoten gleich wichtig seien wie Schulnoten und ergänzt: «Wenn nicht sogar wichtiger.» (pma)

Publiziert am 25.12.2016 | Aktualisiert am 25.12.2016
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8 Kommentare
  • Franziska  Dubs 26.12.2016
    Das ist doch doppelt gemoppelt: Es ist davon auszugehen, dass wer gute Vornoten hat, gut arbeitet. Wenn nicht, gehört das Genie erst recht ins Gymi!Doppelmoppel züchtet fleissiges Mittelmass ...
  • Chris  Patton aus Biel
    26.12.2016
    Ich will Charakter fördern und da gehört auch hinterfragen, kritisieren und gegen den Strom schwimmen dazu. Euer einheitliches super nett System welches die Fusssoldaten der Zukunft bilden soll, ist mir suspekt und nur förderlich damit in Zukunft niemand unser unfaires und unfähiges System in Frage stellen soll. Also ich lerne meine Kinder immer nachzufragen und auch mal "unanständig "zu sein.
  • Thomas  homberger 26.12.2016
    Bitte was? Seit wann gibts in der Schweiz Verhaltensregeln? Ausserdem glaube ich kaum das ein Lehrmeister/Lehrer/in das wahre verhalten rausfinden eines Menschen um zb Mobbing oder anderes zu vermeiden. Damit will man sich nur wieder der Verantwortung als Bund ziehen. Kein wunden springen heute viele Junge leute vor den Zug mit solchen Systemen.
  • René  Müller 26.12.2016
    Hauptsache sie gehorchen einem ev unfähigen Lehrer oder Lehrmeister. Schweigen und ja eigene Ideen nicht anbringen. Wenn das vor vielen Jahren schon so gewesen wäre, wäre ich von der Schule gefölogen. Ich tippe nicht von notorischen Schlägern usw. Sondern von kritischen Jugendtlichen die auch mal auf die Paucke hauen.
  • Kay  Stutz 26.12.2016
    Die Schweiz wird es nie schaffen mit ihrem Schulsystem, Kinder auf dem internationalen Parkett erfolgreich zu etablieren. Man macht Talentierte eventuell durchsetzungsfähige Kinder mundtot um in das System in diesem Land zu passen. Man will arbeitswillige Menschen schaffen die nicht aufmüpfig sind. Die schweizerisch geschulten Kinder krüppeln sich durch die Lehre und dann ein Leben lang durch die Berufe um kaum einmal Lohnerhöhung zu kriegen. Die Hardliner kriegt man vom Ausland.