ZÜRICH - Die wachsenden Studentenzahlen bringen den Zürcher ÖV an den Anschlag.
Schüler und Studenten, die morgens um halb acht vom Bellevue zur Kantonsschule Rämibühl, Uni Zürich oder ETH wollen, brauchen Geduld – und dürfen nicht unter Platzangst leiden. «Wenn man keine Strategie hat, muss man bis zu drei Trams abwarten, bis man einen Platz kriegt», sagt eine Studentin. Die richtige Strategie: Genau wissen, wo die Türen aufgehen und in welchem Teil des Trams es am wenigsten Fahrgäste hat.
Die VBZ kennt das Problem und hat an den Brennpunkten Bellevue und Hauptbahnhof zu den Stosszeiten Kundenberater im Einsatz. «Diese sorgen dafür, dass der Fahrgastwechsel beschleunigt wird», sagt VBZ-Sprecherin Daniela Tobler.
So auch heute Morgen am Bellevue: Schon als das 5er-Tram in Richtung Uni einfährt, hat es fast keinen Platz mehr. Doch an der Haltestelle warten noch Dutzende Studenten auf Einlass. Der VBZ-Kundenberater wartet geduldig, bis das Tram gerammelt voll ist, zupft noch einen überzähligen Schüler am Pulli wieder aus dem Tram und versperrt die Tür. Viele Wartende finden erst im nächsten oder übernächsten Tram Platz.
«Wir beobachten das ÖV-Netz laufend», sagt Tobler. Wo möglich, passe man den Fahrplan entsprechend an.
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