Urteil akzeptiert Mörgeli erhält 17 Monatslöhne

Alt Nationalrat und Medizin-Historiker Christoph Mörgeli zieht ein Urteil gegen des Zürcher Verwaltungsgerichtes nicht weiter.

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Christoph Mörgeli erhält definitiv 17 Monatslöhne von der Universität Zürich.(Archivbild) KEYSTONE/WALTER BIERI

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Das Verwaltungsgericht sprach Mörgeli Mitte Dezember eine Entschädigung von fünf Monatslöhnen sowie zusätzlich eine Abfindung von 12 Monatslöhnen zu, also insgesamt 17 Monatslöhne. Das Gericht kam zum Schluss, dass es bei Mörgelis Kündigung Fehler gegeben habe.

Die Uni Zürich aktzeptierte das Urteil bereits kurz vor Weihnachten. Mörgelis Anwalt teilte nun am Freitag mit, dass er ebenfalls auf einen Weiterzug des Urteils ans Bundesgericht verzichte. Auf juristischem Weg sei «nicht mehr zu holen».

Juristisch ist das Entschädigungsverfahren für den entlassenen Medizinhistoriker somit abgeschlossen. In politischer Hinsicht ortet der ehemalige SVP-Nationalrat jedoch «Handlungsbedarf gegenüber der Universitätsleitung».

Gemäss Mitteilung verfügt die Universität Zürich neben einem breit ausgebauten Rechtsdienst zusätzlich über eine juristische Fakultät mit unzähligen Rechtsprofessoren. Trotzdem habe sie für das Verfahren externe Rechtsanwälte angestellt, deren zahlreiche Rechtsschriften in den meisten Fällen über hundert Seiten umfassten.

Wie es in Mörgelis Mitteilung weiter heisst, hat die Universitätsleitung «mit hoher Wahrscheinlichkeit für ihre Anwälte mehr Geld ausgegeben als sie als Entschädigung an Mörgeli bezahlen muss».

Ein privates Unternehmen könnte sich solche Exzesse nicht leisten, heisst es weiter. Die Politik müsse von der Universitätsleitung bezüglich der Mittelverwendung Auskünfte verlangen. (SDA)

Publiziert am 15.01.2016 | Aktualisiert am 09.02.2016
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BLICK-Analyse «Mörgeli hat sich in einen Kleinkrieg verbissen»

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36 Kommentare
  • René  Müller 16.01.2016
    Ob er nun 17 Montsgehälter bekommt oder nicht spielt keine Rolle. Während seiner "Tätigkeit" hat er auch nicht viel bleibendes geleistet. Das heisst der Kanton Zürich hat einem SVP Vollzeitpolitiker das Gehalt bezahlt. Und der Herr Professor Mörgeli hat noch ca. 140000.- als Parlamentarier verdient. In meinen nächsten Leben werde ich Medizin-Historiker in Zürich.
  • Rolf  Hess 16.01.2016
    Für eine politisch zerstörte Karriere durch die Linken in der ETH und der Zürcher Regierung, ist das zu wenig. Die Verursacher leben weiterhin sehr gut von den Steuergeldern der arbeitenden Bevölkerung.
  • André  Ammann 15.01.2016
    Warum muss das nicht die Tante bezahlen die dieses Chaos verursacht hat?
  • Alexander  Müller 15.01.2016
    würde er hinter dem stehen, was er als nationalrat und chefideologe der svp immer gepredigt hat, würde er seinen sieg feiern und das geld nicht nehmen. aber das kann man von dem staats-schmarotzer nicht erwarten.
  • Hubert  Schoch 15.01.2016
    17 Monatslöhne sind zwar ziemlich viel Geld.
    All die eher nutzlosen Akademiker, welche diese Misere angerichtet haben beziehen aber weiterhin ihren Lohn, welcher meistens noch höher ist als der von Mörgeli. Das kostet uns viel mehr