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Die Frau strandet im Gleisfeld vor dem Hauptbahnhof Zürich. Und merkt: «Ich bin zu früh ausgestiegen, das ist ja gar nicht das Perron!»
Dabei ist sich die Frau zuvor ganz sicher, endlich angekommen zu sein. Immerhin hat der Zug nur Minuten vor dem Hauptbahnhof gehalten – allerdings wegen eines Stoppsignals. Dabei muss sie sogar noch die Not-Entriegelung der Tür betätigen, weil sie meint, dass die Zug-Tür klemme.
Jetzt steht sie da, verloren mit ihrem Rollköfferchen, mitten im Gleisgewirr einen knappen Kilometer vor dem Hauptbahnhof Zürich. Links und rechts donnern Züge an ihr vorbei. In ihr kommt Panik auf.
Nur gut, entdecken auch die Lokführer die einsame Gestalt mitten in den Gleisen. Sie verständigen die abfahrenden und ankommenden Züge, die extra langsam fahren.
Das Stellwerk weist schliesslich den Lokführer des Interregio Basel-Zürich an, die verirrte Frau aufzugabeln und in der Zugführerkabine die paar hundert Meter sicher in den Bahnhof zu bringen.
Helfer nehmen die sichtlich verängstigte Frau in Empfang und beruhigen sie. «Sie hatte einen riesigen Schreck», sagt SBB-Sprecher Roman Marti gegenüber Blick.ch. «So etwas erleben wir nicht jeden Tag, zum Glück! Das ist lebensgefährlich!», so Marti.
Die Dame kann mit Verspätung ihre Reise nach München fortsetzen – vorausgesetzt, sie beweist diesmal mehr Geduld. (gux/byg)