SVP-Politiker kritisieren Sonderzügli für Medwedew

ZÜRICH – In Bassersdorf nahm der russische Präsident Dmitri Medwedew den Zug. Doch möglich war das nur dank abgesperrtem Bahnhof. Das stinkt einigen Zürcher SVP-Kantonsräten.

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Dmitri Medwedew und Hans-Rudolf Merz im Extrazug. play Dmitri Medwedew (links), Bundespräsident Hans-Rudolf Merz: Man gibt sich volksnah und steigt in den Zug, doch das Volk muss draussen bleiben. (Keystone)

Der Zürcher Regierungsrat soll sich für die Absperrung des Bassersdorfer Bahnhofes am 21. September rechtfertigen. Dies verlangen SVP-Kantonsräte in einer Anfrage.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew war an jenem Montag am Flughafen Kloten angekommen und beim Bahnhof Bassersdorf in einen Sonderzug nach Bern gestiegen (Blick.ch berichtete). Für diesen – von einem Grossaufgebot an Polizei beschützten – Transfer wurde der Bahnhof vorübergehend gesperrt. Zudem mussten die angrenzenden Geschäfte schliessen.

Die Kantonsräte möchten nun wissen, welches die gesetzlichen Grundlagen seien, um eine Stadt «für einen Umsteigepassagier» abzuriegeln, wie sie schreiben.

Sie wollen vom Regierungsrat zudem wissen, warum dieser dem Präsidenten nicht habe zeigen wollen, «dass wir hier in einer Demokratie leben und wegen eines Präsidenten nicht gleich eine ganze Stadt lahmzulegen ist.» (SDA)

Alle Kommentare (5)

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    An diesem Tag waren UNANGEKUENDIGT Bahnhof und Geschäfte gesperrt. Mehrere Personen verpassten wichtige Termine, Besucher kamen nicht in Basserdorf an. Ich verpasste einen Arztermin den ich nicht wahrnehmen konnte und muss auch noch die Gebühr dafür zahlen.
    Vom Flughafen per Helikopter nach Bern hätte sicher weniger gekostet und wäre sicherer gewesen! Warum das ganze auf dem Rücken des Kleinen austragen!
    • 01.10.2009
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    Ich verstehe die Kritik von einigen Politikern/Innen, denn durch solche Aktionen werden unglaublich hohe Kosten generiert, respektive viele Geschäftsleute haben leere Lokalitäten. Gleichzeitig muss man jedoch auch folgendes erwähnen - Wie würde die Schweiz dastehen, wenn einem Ausländischen Staatsmann in unserem Lande etwas passieren würde? Ich frage mich grundsätzlich, ob in der heutigen Zeit, mit zu vielen Extremisten auf allen Seiten, Staatsbesuche in der heutigen Form noch angebracht sind?
    • 01.10.2009
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    Es ist nicht die ganze SVP die so denkt nur ein paar vereinzelte Vertreter. Es ist doch selbstverständlich einem Gast den nötigen Schutz zu bieten wenn er zu besuch kommt.
    Diejenigen, die sich darüber aufregen möchte ich nur erinern, dass der 1. Weltkrieg angefangen hat durch die mangelhafte Sicherheit für den Gast.
    • 01.10.2009
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    Also bitte!!!!!! Jetzt haben wir einmal eine Persönlichkeit in der Schweiz und es gibt nichts als ärger. Ist doch klar, dass ein Bahnhof abgesperrt wird wenn der Russische President kommt. Was glaubt ihr was passieren wir wenn der Obama mit dem Merz Skisfahren geht. Dann wird halt ganz Klosters abgeriegelt und gesperrt. Ist doch wunderbare Werbung für unser Land. Sobal es nicht täglich passiert ist das schon ok. Grüsse an alle Schweizer bünzli
    • 01.10.2009
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    Die Aufregung ist: Viel Lärm um nichts. In Davos sperrt man für viele Tage die ganze Region auch für weniger wichtige Persönlichkeiten ab. In der ganzen Welt bietet man wichtigen politischen Persönlichkeiten den Schutz und die Sicherheit an. Ist doch ganz normal.
    Einige SVP Leute möchten sich profilieren, mehr ist es nicht.
    • 01.10.2009
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