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Die SVA Zürich rekrutiert ihre Mitarbeiter unabhängig von Kanton und Regierungsrat. So hat sich die Sozialversicherungsanstalt auch den ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden der rechtsradikalen Partei NPD im deutschen Halle eigenhändig als Chef der IV-Ärzte aufgehalst.
Das Vorgehen bei der Einstellung von Kader-Personal ist laut SVA-Sprecherin Daniela Aloisi immer gleich: Wenn ein Bewerbungsdossier den Anforderungen genügt, wird der Kandidat auf ein dreistündiges Interview eingeladen.
Falls trotz Gespräch und Arbeitszeugnisse noch Fragen offen bleiben, werden bei den Personen, die der Bewerber angibt, Referenzen eingeholt. Zusätzlich lässt die SVA Zürich ein graphologisches Gutachten erstellen.
Referenzen gab Dr. Dr. Arnulf M.* in seiner Bewerbung nicht an. Doch seine Arbeitszeugnisse waren exzellent. Deshalb ist das bei der SVA nicht sonderlich ins Gewicht gefallen. Weil für den Posten keine Praxisbewilligung nötig ist, bemerkte bei der SVA bis zum Auffliegen des Falls auch niemand, dass Dr. Dr. Arnulf M. bei der Gesundheitsdirektion mehrmals eine solche beantragt hatte. Immer vergeblich.
Bei der Einstellung dieses IV-Arztes ist also einiges schief gelaufen. Für die SVA Zürich ist das jedoch kein Grund, etwas zu ändern: «Aufgrund des Vorfalls der letzten Woche kann der Anstellungsprozess nicht in Frage gestellt werden», sagt Daniela Aloisi gegenüber Blick.ch. Im Gegenteil: Der Personalrekrutierungsprozess habe sich «bewährt».
Erst im Sommer war aufgeflogen, dass Armeechef Roland Nef zum Zeitpunkt der Ernennung in ein Strafverfahren verwickelt war. Sein Vorgesetzter, Bundesrat Samuel Schmid, wusste Bescheid, informierte aber den Gesamtbundesrat nicht. Nef trat schliesslich unter massivem Druck zurück.
Jetzt wurde letzte Woche der neuste Fall eines zweifelhaften Top-Beamten um den rechtsradikalen Arzt mit doppeltem Doktortitel bekannt.
*Name der Redaktion bekannt
Müssten bei der Einstellung von Top-Beamten zum Schutz des Bürgers bessere Sicherungen eingebaut werden? Genügen Ihnen die vorhandenen Kontrollen? Schreiben Sie uns!
Zwei Jahre lang beschäftigte die SVA Zürich einen Rechtsradikalen als Chef des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV.- RDB