Streik bei Lufthansa 12 Flüge am Zürcher Flughafen ausgefallen

Der Pilotenstreik bei der Lufthansa hat am Mittwoch die Reisepläne vieler Fluggäste der Airline durcheinandergebracht. Insgesamt sollten wegen des seit Mitternacht laufenden Ausstands rund 880 Flüge ausfallen.

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Am Flughafen in Zürich Kloten fallen sechs ankommende und sechs abgehende Flüge der Lufthansa von und nach Frankfurt aus. Die betroffenen Passagiere werden umgebucht, sagte eine Sprecherin des Flughafens am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Entgegen der Lufthansa verläuft der Betrieb bei der Tochter Swiss normal.

Eine Lufthansa-Sprecherin sagte, der Sonderflugplan laufe wie angekündigt an, es gebe dabei keine Störungen. Dennoch dürften insgesamt etwa 100'000 Passagiere betroffen sein.

Der Ausstand trifft vor allem die grossen Lufthansa-Flughäfen Frankfurt und München. Er ist auf 48 Stunden angesetzt, nachdem die Piloten-Gewerkschaft den zunächst nur für Mittwoch angekündigten Ausstand bis Donnerstag um Mitternacht verlängerte.

Finanzieller Schaden für Firma

Ein Lufthansa-Sprecher sagte am Morgen im Morgenmagazin des deutschen Fernsehsenders ZDF, der Streik bedeute für das Unternehmen einen finanziellen Schaden, den man noch nicht beziffern könne. «Wir würden gerne verhandeln, wir sagen, wir müssen schlichten", betonte er. An einem Ersatzflugplan für Donnerstag werde gearbeitet, dieser solle im Laufe des Tages veröffentlicht werden.

Es ist der 14. Streik in der seit April 2014 schwelenden Tarifauseinandersetzung zwischen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und der grössten deutschen Airline. Zuvor bekam Cockpit für die Arbeitsniederlegung auch juristisch grünes Licht. Das Arbeitsgericht Frankfurt wies am späten Dienstagabend eine Eilklage der Lufthansa ab.

Cockpit fordert für 5400 Lufthansa-Piloten rückwirkend ab 2012 eine Lohnerhöhung von 3,7 Prozent im Jahr. Die Lufthansa bietet 2,5 Prozent über eine Laufzeit von gut sechs Jahren.

Darüber hinaus geht es in der Auseinandersetzung auch um die Alters- und Vorruhestandsversorgung der Flugzeugführer. Den letzten Ausstand vor 14 Monaten stoppte ein Gericht. (SDA)

Publiziert am 23.11.2016 | Aktualisiert am 29.11.2016
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7 Kommentare
  • Marion  Nieder 23.11.2016
    Das Recht zu streiken ist im deutschen Grundgesetz verankert. Weshalb Ihre Vehemenz? 2,5 Prozent Gehaltserhöhung ist in der heutigen Zeit sehr moderat wenn man sich vor Augen führt welchem Stress Piloten ausgesetzt sind. Ständig andere Zeitzonen, trotzdem Körper u Geist fit halten, von der Verantwortung für das Leben von hunderten von Passagieren ganz zu schweigen. Machen Sie einen Vorschlag an wen Lufthansa verkauft werden soll ! An Swiss-Air ? Ironie Ende ! PUNKT.
    • Dracomir  Pires aus Bern
      23.11.2016
      Würden Sie noch Lufthansa fliegen? Ich nicht, mir wäre dies viel zu unsicher. Die Piloten leisten sich selber, den Passagieren und der Airline einen Bärendienst.
    • Sarah  Keller 23.11.2016
      Ob im Gesetz verankert oder nicht: Streik ist volkswirtschaftlicher SUPERGAU! Wo es Streik und gerichtlichen Kampf gegen Streik gibt, wird es von Anfang an immer nur um Kampf statt Verständigung gehen, und am Schluss trifft man sich zwangsweise doch in der Mitte. Der Schaden ist dann aber längst angerichtet. Wir können froh sein, haben wir nicht derart ausufernde Sozial- und Arbeitsgesetze wie Deutschland, dessen eine Hälfte sich zu Tode hartzt, derweil die andere sich gerade im Streik befindet!
  • Adrian  Müller 23.11.2016
    Streiks in dieser Grösse schaden am Ende den Streikenden selbst, da es zu grossen Verlusten kommt und somit oftmals ein Stellenabbau nur noch hilft. Wegen 1 Prozent und bereits sehr gute Vorruhestandsversorgungen streiken die Piloten und ärgern nur die zahlende Gäste. Hätte mehr Verständnis wenn die Stewardessen, die mehr machen und schlechter bezahlt werden, streiken.
  • Hermann  Kuch aus Dintikon
    23.11.2016
    Die Piloten schielen doch auf die Steuererklärungen der Piloten im südlichen Nachbarland und sehen, dass diese wesentlich mehr verdienen. Neid ist alltäglich, leider !
  • Thomas  Tschumi aus Winterthur
    23.11.2016
    Mit dieser Streikkultur manövrieren sich deutsche Arbeitnehmer massiv ins Abseits. Wer will heute noch deutsche Arbeiter, welche nach 35 Stunden in der Woche schon schlapp machen und sich während den 35 Stunden noch mindestens 10 Stunden beschweren. Die Lufthansa ist schon blöd genug mit dem Zugeständnis von 2.5 Prozent Lohnerhöhung und dann noch früher pensionieren lassen. Wird Zeit diese Gesellschaft zu verkaufen und das gesamte Personal mit neuem GAV einzustellen.
    • Philipp  Rittermann 23.11.2016
      ich sags mal so, herr tschumi. die "globalisierung" bzw. deren gelebte auswirkungen innerhalb der neo-liberalen wirtschaftsordnung manövrieren den gauss der arbeitnehmer ins abseits.