Stadt Zürich will Regeln lockern Tagesticket für Prostituierte soll abgeschafft werden

ZÜRICH - Prostituierte in Zürich sollen nicht mehr eine Tagesgebühr von fünf Franken für die Nutzung des öffentlichen Grundes bezahlen müssen. Zudem sollen Kleinstsalons bis zu einer Grösse von zwei Räumen nicht mehr bewilligungspflichtig sein.

BILLETTAUTOMAT, STRASSENSTRICH, play
Soll es bald nicht mehr geben: Der «Strassenstrich-Ticketautomat» an der Gräbligasse in Zürich (Archiv) Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Verunfallte Schlittler Rega flog am Üetliberg zwei Einsätze
2 Über 50 Diebstähle in Winterthur Teenie-Räuberbande im Skills-Park...
3 Bundesgericht hat seine Beschwerde abgelehnt Schänder-Pfleger...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Bislang müssen Prostituierte in der Stadt Zürich jeweils an einem Automaten für fünf Franken ein Ticket beziehen, um ihrer Arbeit auf öffentlichem Grund nachgehen zu dürfen. 

Doch das soll bald vorbei sein: Mit der nun beantragten Änderung der Prostitutionsgewerbeverordnung (PGVO) will der Stadtrat die Tagesgebühr für die Strassenprostitution abschaffen, wie er heute mitteilte. 

Neu Regeln auch für Kleinstsalons

Zudem sollen auch Kleinstsalons mit zwei Räumen von der Bewilligungspflicht befreit werden. Aktuell müssen nur für die kleinsten Sex-Salons – mit bloss einem Raum und maximal zwei Prostituierten – keine polizeilichen Bewilligungen eingeholt werden.

Das Baurecht ist von dieser Änderung nicht betroffen. Nach wie vor benötigen Salonbetriebe eine Baubewilligung. In einer Wohnzone, in welcher der Wohnanteil bei mindestens 50 Prozent liegt, wird eine solche Bewilligung derzeit nicht erteilt.

Der Stadtrat reagiert mit diesen Anpassungen auf zwei politische Vorstösse und auf eine Grundsatzdebatte zur Prostitution vom vergangenen August. Die beiden Änderungen müssen noch vom Gemeinderat bewilligt werden und treten frühestens im ersten Halbjahr 2017 in Kraft. (bau/SDA)

Publiziert am 16.11.2016 | Aktualisiert am 21.11.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden