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250 Stutz für einen Sack! So viel muss ein Stadtzürcher hinblättern, wenn er seinen Güsel nicht im vorschriftsgemässen Züri-Sack an den Strassenrand stellt. Und das gilt nur beim ersten Mal. Im Wiederholungsfall lege das Statthalteramt die Höhe der Busse fest, sagt Leta Filli, Sprecherin von Entsorgung & Recycling zu Blick.ch. Wie hoch genau? «Es gab schon vierstellige Beträge», so Filli.
Auch in Basel kennt man keine Gnade, wenns um die Entsorgung geht: Wer nur schon den korrekten blauen Bebbi-Sack zu früh an die Strasse stellt, blättert 100 Franken hin. Illegal entsorgter Abfall kostet 200 Franken. Auch hier gilt das nur für den ersten Güsel-Fauxpas.
Im Wiederholungsfall wirds teuer
Im Wiederholungsfall wirds für die Abfallsünder auch in Bern sackteuer: Bis zu 5000 Franken kann in der Hauptstadt die Busse theoretisch betragen. Bei «Ersttätern» wir eine verhältnismässig gnädige Gebühr von 80 bis 110 Franken eingezogen. Die Säcke dürfen sind der Stadt übrigens frühestens 12 Stunden vor dem Abfuhrtermin hingestellt werden.
Oder das Beispiel Solothurn: Hier sind die «Littering-Bussen» laut einem Bericht von «Radio DRS» kantonal geregelt. Kleinstabfälle wie Dosen, Flaschen oder Zigaretten liegen lassen kostet 40 Franken, Hundekot 80 Franken und ein 110-Liter-Abfallsack 250 Franken.
Was würde der Güsel-Kosovare zahlen?
Was aber geschieht, wenn ein Güsel-Sünder wie der Kosovare Murtez Ademaj Zumindest im Kanton Zürich wäre das nicht einfach seine Privatsache: «Das Ablagern oder Stehenlassen von Abfällen im Freien ist auf öffentlichem und privatem Grund verboten», steht in der kantonalen Verordnung. Die Gemeinde Bürglen hat bei Ademaj bisher nicht eingegriffen, eine Räumung der illegalen Halde aber angekündigt.
Seit fünf Monaten schmeisst der Kosovare seine Abfallsäcke in den Garten seines Hauses in Bürglen TG. Jede Woche wächst sie noch um ein paar Säcke an – es liegen sicher schon hundert Stück herum. Nicht nur das: Bierdosen, Elektrogeräte, Holz und sonstiger Schutt machen die zwei Meter breite und zehn Meter lange Güsel-Lawine komplett.
Versuchen wir die Rechnung zu machen: Der Kanton Thurgau würde für den ersten Sack 250 Franken kassieren. Macht schon mal 25‘000 Franken. Wenn man die Bussen-Erhöhung im Wiederholungsfall und den restlichen Müll ebenfalls einbezieht, kann die Summe locker auf das Drei- oder Vierfache anwachsen. Im kantonalen Gesetz steht zudem, dass eine Busse bis 50000 Franken erhält, wer Müll «ausserhalb von Abfallanlagen oder Sammelstellen zurücklässt, wegwirft, ablagert oder verbrennt.»