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Heute soll Florian (4) endlich Frieden finden: Seine Mutter Marcia (35) beerdigt den Buben in Kloten ZH. Das bedeutet auch: Die Leiche ist freigegeben, die Obduktion abgeschlossen.
BLICK weiss: Gustav G.* (60) geht grausam vor, als er vor einer Woche seinen Sohn tötet. Im Hotel Krone in der Winterthurer Altstadt mietet er ein Zimmer. Dann gibt er dem Buben Schlaftabletten: Er will ihn vergiften!
Der Buchhalter tut es, weil er befürchtet, dass Florians Mutter Marcia den gemeinsamen Sohn nach Brasilien mitnehmen will (BLICK berichtete).
Die Schlaftabletten wirken nicht. Oder zu wenig. Gustav G. will mit einem Feuerlöscher nachhelfen.
Hotelangestellte berichten, das ganze Zimmer sei voller weissem Staub gewesen – G. benutzte einen Pulverlöscher. Der Staub füllt das Zimmer, der Brandmelder schlägt Alarm.
Feuerwehr und Polizei sind schnell vor Ort. Doch Gustav G. und Florian sind schon bewusstlos, als sie eintreffen.
Die Retter versuchen, den kleinen Florian zu beatmen, kämpfen um sein Leben. Doch er stirbt im Rega-Helikopter, der ihn ins Spital fliegen soll. Sein Mörder überlebt.
Schon vor zwanzig Jahren wollte Gustav G. seinen ersten Sohn töten. Am Hochstuckli würgte der Buchhalter den damals 13-jährigen Reto und warf ihn in ein Tobel. Mit schweren Lähmungen an Armen und Beinen überlebte Reto.
Gustav G. wurde wegen Mordversuchs verurteilt. Dem Gutachter sagte er damals, er habe die Mutter seines ersten Sohnes durch den «Tod des Kindes mit Ruhelosigkeit bestrafen» wollen. G. ertrug den Gedanken nicht, dass ihm jemand sein Kind wegnehmen könnte.
Im Kanton Zürich ist der Killer-Vater bereits ein Politikum. Denn der vorbestrafte Mörder hatte das Obhutsrecht für Florian. Folgt jetzt auch diplomatischer Druck? Marcia und ihr Anwalt waren gestern auf dem brasilianischen Konsulat. Es geht um eine internationale Strafklage.
* Namen der Redaktion bekannt
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Vor einer Woche starb Florian (4) in Winterthur. (ZVG/Philippe Rossier)