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8. Tag im Zwillingsmord-Prozess: Gerichtspsychiater Frank Urbaniok sagt vor Gericht über die Gutachten aus, welche er für das Ehepaar erstellt hat. Bei Franz B. habe es «absolut keine Auffälligkeiten» in seiner Persönlichkeit gegeben, sagt Urbaniok.
Franz B. ahnte laut dem Psychiater auch nichts von den Liebhabern seiner Frau – was ein Rachemotiv zur Folge gehabt haben können. Zur Erinnerung: Bianca B. betrog ihren Mann mit zwei verschiedenen Männern. Mit einem hatte sie zwei Tage vor dem Mord Sex im Ehebett.
«Franz B. zeigt einen psychiatrischen Normalbefund – und so etwas sehe ich selten bei meiner Arbeit», sagt Frank Urbaniok vor Gericht. Der Ehemann von Bianca sei einer, der gern eine heile Welt hat. Er sei ein Mensch, der Konflikten gerne aus dem Weg gehe. «Franz B. liess sich gerne linken». Der Psychiater entlastet Franz B. fast vollständig: Man habe nichts gefunden, was eine solche Tat erklären könnte.
Auffällig sei auch, wie sich alle befragten Personen zu Franz B. fast haargenau gleich äusserten. So sei er ein integrer Mensch, einer, der sich an Normen und Regeln hält. Über Franz B. ergebe sich «ein homogenes Bild», so der Psychiater. «Es handelt sich hier um seinen sehr komplexen Fall, der uns sehr lange beschäftigt hat.»
Noch am Vormittag wird das Gutachten von Bianca B. behandelt – mit Blick.ch sind Sie laufend informiert.
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Frank Urbaniok sagte heute vor Gericht aus. (Keystone)