Teure Autos, teure Ferien - und Sozialhilfe
ZÜRICH - Ein 36-jähriger Mann hat in Zürich 80'000 Franken Sozialhilfe ergaunert. Daneben verkaufte der Serbe teure Oldtimer, betrieb einen Kokainhandel und besass vier Autos.
Aktualisiert um 17:04 | 04.11.2008
Der Mann hatte sich im Januar 2005 als ausgesteuerter Arbeitsloser ohne Geld beim Zürcher Sozialamt gemeldet und erhielt daraufhin für sich und seine Familie rund 3200 Franken im Monat.
Doch offensichtlich war er gar nicht so arm, wie er vorgab: Er spielte regelmässig in Casinos, besass zeitweise vier Autos und unternahm teure Reisen. Kurz: Ein Leben in Saus und Braus.
Tatsächlich besserte der Serbe seine Einkünfte mit Kokainhandel auf. Zudem war der gelernte Automonteur an einem Geschäft mit Oldtimern beteiligt, die er restaurierte und weiterverkaufte. Im Februar 2007 flog der Betrug auf. Wie heute vor Gericht bekannt wurde, lebt der Mann aber auch jetzt noch von Sozialhilfe.
Gericht verzichtet auf Busse
Der Angeklagte hatte sich vor Gericht wegen Drogendelikten und Betrugs zu verantworten. Obwohl er grundsätzlich geständig war, verlangte sein Verteidiger einen Freispruch vom Vorwurf des Sozialhilfebetrugs. Dieser sei gar nicht bewiesen. Für die Drogendelikte seien 15 Monate Freiheitsentzug angemessen.
Das Gericht verurteilt den Angeklagten wegen gewerbsmässigen Betrugs und Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten, wie die Anklage beantragt hatte. Weil der Verurteilte zur Zeit mittellos ist, verzichten die Richter aber auf eine zusätzliche Busse und treten nicht auf das Schadenersatzbegehren der Stadt ein. (SDA)
Doch offensichtlich war er gar nicht so arm, wie er vorgab: Er spielte regelmässig in Casinos, besass zeitweise vier Autos und unternahm teure Reisen. Kurz: Ein Leben in Saus und Braus.
Tatsächlich besserte der Serbe seine Einkünfte mit Kokainhandel auf. Zudem war der gelernte Automonteur an einem Geschäft mit Oldtimern beteiligt, die er restaurierte und weiterverkaufte. Im Februar 2007 flog der Betrug auf. Wie heute vor Gericht bekannt wurde, lebt der Mann aber auch jetzt noch von Sozialhilfe.
Gericht verzichtet auf Busse
Der Angeklagte hatte sich vor Gericht wegen Drogendelikten und Betrugs zu verantworten. Obwohl er grundsätzlich geständig war, verlangte sein Verteidiger einen Freispruch vom Vorwurf des Sozialhilfebetrugs. Dieser sei gar nicht bewiesen. Für die Drogendelikte seien 15 Monate Freiheitsentzug angemessen.
Das Gericht verurteilt den Angeklagten wegen gewerbsmässigen Betrugs und Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten, wie die Anklage beantragt hatte. Weil der Verurteilte zur Zeit mittellos ist, verzichten die Richter aber auf eine zusätzliche Busse und treten nicht auf das Schadenersatzbegehren der Stadt ein. (SDA)
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