Sind Zürcher so herzlos? Pfarrer Siebers «Pfuusbus» in Gefahr!

ZÜRICH - Der «Pfuusbus» könnte für einzelne Nächte geschlossen werden. Für Anfang nächstes Jahr haben sich zu wenige Helfer für die Zürcher Notschlafstelle gemeldet.

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Schlechte Nachrichten für Obdachlose: Dem «Pfuusbus» von Pfarrer Sieber droht möglicherweise die Schliessung für einzelne Nächte. Grund dafür sind zu wenige freiwillige Helfer.

100 Helfer seien notwendig, um den Betrieb der Notschlafstelle für Obdachlose zu gewährleisten. «Dringend benötigt werden vor allem noch Hüttenwarte, die in Zweierteams für Ruhe und Ordnung sorgen», sagt die «Pfuusbus»-Leiterin Monika Christen gegenüber Energy Zürich.

Engpass zum neuen Jahr

Bis Dezember ist der Betrieb gesichert. Doch für Anfang 2017 sieht die Lage nicht gut aus. «Ohne Freiwillige können wir den Bus nicht betreiben», so Christen.

Warum es zu dem Personalnotstand kam, ist nicht klar. «Wir bekommen einen neuen Bus mit einer neuen Heizung. Das wird eine Mega-Saison», sagt Christen gegenüber Energy.

Nach fast 15 Jahren wird der alte Bus ersetzt (BLICK berichtete). Der neue «Pfuusbus» verfügt unter anderem über 15 Schlafplätze, Dusche und eine Wohnküche. Am 15. November beginnt die Saison. Sie dauert bis Ende April. (mko)

Publiziert am 31.10.2016 | Aktualisiert am 23.12.2016
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9 Kommentare
  • Heidi  Josi 01.11.2016
    Ich denke nicht, dass die sogenannten schlechten Zürcher nicht mehr bereit sind, sich freiwillig für den Pfuusbus zu engagieren. Vielleicht mögen sie sich einfach von der neuen Bereichsleiterin nicht auf diese Art und Weise behandeln lassen. Ich habe selber dort gearbeitet und musste miterleben, wie viele langjährige Freiwillige und Mitarbeitende aus diesem Grund gekündigt haben. Vielleicht müsste man mal einen Blick hinter die Kulissen werfen?
  • Wilhelm  Hess 31.10.2016
    Im allgemeinen hat es pro Jahr ca.3500 übernachtungen von Nov bis April das sind wirklich mehr als nur 15 Personen.Warum sollten da 100 Helfer notwendig sein???Es braucht Menschen mit Herz nicht solche wo eine höhere Schule besuchten.Mit 50 Personen kann man das gut durchbringen.Doch leider wird die Stiftung nun von Akademiker geführt die eine andere Zeitrechnung haben.Da ich ein Verwanter von Ernst bin sehe ich ein bisschen hinein.
    • K.E.  Naef aus Gränichen
      31.10.2016
      endlich ein votum eines "insiders". sogar 50 personen ist schon feudal gerechnet. wenn es ein 24std-betrieb ist, dann gibt es für die 50 einen halbtagsjob für den winter. 6 2-erteams arbeiten 7 tage im 3x8stunden schichtbetrieb, dann eine woche frei. d.h. 24 leute decken den hauptbetrieb. dazu 12 springer. wenn man will noch 6-12 techn. helfer. so sind 48 menschen beschäftigt.
  • Annemarie   Setz 31.10.2016
    Pfarrers Idee war und ist gut. Warum melden sich nicht all die, die sagen man müsse sich mehr für Arme und Obdachlose einsetzen? Hier gäbe es eine Gelegenheit, vielleicht sähe man gerne auch einmal ein prominentes Politikergesicht unter den Helfern.
  • Rocco  Martignoni , via Facebook 31.10.2016
    der Pfarrer meint es sicher gut , was kostet so ein Neu Bus + 100 Helfer und das für 15 Schlafplatzen , da fehlt doch viel vernuft und herr kuster hab sicher Recht das es genugend Zivielschutzanlage gibt für sowas ,aber das ist für die verwöhnte Obdachlose nicht gut genug.
    • Silvio  Valentino aus Winterthur
      31.10.2016
      Auch noch Mühe mit Rechnen. Der alte Bus war 15 Jahre im Einsatz: 15 Jahre x 365 Tage x 15 Personen = rund 82000 Übernachtungen à x Franken. Wieviel möchten Sie für x einsetzen, Herr Martignoni? 10, 20, 30? Egal. Von der Summe ziehen Sie dann den Betrag ab, den der alte Bus gekostet hat. Gleiche Rechnung machen beim neuen, bevor Sie zynisch über "verwöhnte Obdachlose" herziehen. Ich weiss, dass Sie sich gerne als Hardliner profilieren, aber etwas Sachkenntnis würde dabei nicht schaden.
  • Peter  Schilter aus Zürich
    31.10.2016
    Herzlos? Vielleicht. Aber warum braucht es noch Hüttenwarte, die für Ruhe und Ordnung sorgen? Kann man nicht mal das von den Obdachlosen erwarten? Sind die so undankbar und unselbständig?