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Esther Maurer lobt Polizisten: «Sie erreichten ein Maximum»

ZÜRICH - Die Zürcher Polizeivorsteherin Esther Maurer bricht ihr Schweigen und spricht erstmals über den Demo-Einsatz ihrer Truppe.

Von Reda El Arbi | Aktualisiert um 14:10 | 09.02.2010
Artikel aus «Blick am Abend»
Frau Maurer, seit den Ausschreitungen vom Samstag meldeten Sie sich nicht zu Wort. Wieso?
Ich habe zwei Grundsätze: Erstens sollen jene informieren, die etwas zu sagen haben, und zweitens äussere ich mich erst dann, wenn ich die Situation auch überblicke. Ich musste mir erst ein vollständiges Lagebild verschaffen.

Wie schätzen Sie den Polizeieinsatz bei den Samstagskrawallen ein?
Die verfügbaren Kräfte haben ein Maximum an Schadensbegrenzung erreicht. Eine spontane gewalttätige Demonstration mit mehreren hundert Teilnehmenden ist eine absolute Ausnahme in der Stadt Zürich.

Ziehen Sie politische Konsequenzen aus dem Vorfall?
Die Stadtpolizei erarbeitet schon seit längerem ein neues Alarmierungssystem für unvorhergesehene Einsätze – analog zur Pager-Alarmierung bei der Feuerwehr. Es ist aber verfehlt, wegen diesem Vorfall eine stehende Einsatzreserve zu fordern.

Es braucht nicht mehr Polizisten?
Die Kosten würden in keinem Verhältnis stehen zum Nutzen, zumal es etwa sieben Jahre her ist, seit eine solche Aktion «Reclaim the Street» zum letzten Mal zu Ausschreitungen führte. Die Stadtpolizei soll, aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen wie etwa der 24-Stunden-Gesellschaft und des Nachtlebens, ihre Organisation laufend anpassen und gleichzeitig aber auch den Sollbestand überprüfen und wo nötig erhöhen.

Also geschieht nichts?
Es ist wie beim Risk Management: Man beurteilt die Kosten aufgrund des möglichen Schadensausmasses. Und da kann man unschwer feststellen, dass die Kosten für eine derartige Einsatzreserve pro Tag gleich hoch wären wie die Schadenshöhe, wenn eine solche Krawalldemo stattfindet.
Esther Maurer Spricht erstmals nach den Krawallen. (Keystone)
Esther Maurer Spricht erstmals nach den Krawallen. (Keystone)

Die Krawalle

Am Samstag riefen Aktivisten auf Handzetteln, per SMS und auf Facebook zu einem «Reclaim The Streets»-Fest auf dem Carparkplatz auf. Gegen 22 Uhr fanden sich 400 bis 500 Leute dort ein. Während des Strassen- Events kam es zu Sachbeschädigungen. Die Polizei war unvorbereitet und konnte die Randalierer nicht stoppen.

Das sagen Blick.ch-Leser
Adolf Kurt Leemann, CHONBURI/Thailand - 11:49 | 10.02.2010
» Da Sie (Esther Maurer) ja so gut sind, bezahlen Sie die verursachten Schaeden gleich aus Ihrem privaten Kaessaeli!
Hans Zimmermann, Detligen - 11:40 | 10.02.2010
» Dass die Polizei unter diesen Umständen das Möglichste getan hat ist nicht von der Hand zu weisen. Hingegen erstaunt es mehr, dass man keiner dieser Chaoten verhaftet und in den Knast gesteckt hat. Das lässt für die Zukunft nichts gutes ahnen.
oliver knapp, Zürich - 11:08 | 10.02.2010
» Es ist anmassend, wie Frau Maurer diesen Vorfall verharmlost und schönredet, sie trägt die Verantwortung für das ganze Schlammassel!
Earl Ramirez, Zürich - 21:50 | 09.02.2010
» Das ist eben dass was Frau Maurer mit ihrer Politik von der Polizei übrig gelassen hat. Da hilft echt nur noch Beten. Gutes Bild:-) Zum Glück hört sie ja bald auf. Vielleicht wird es dann ja Besser. Ausser die SP bekommt das Aamt. Dann....gut kuschel.
Rocco Martignoni, St. Gallen - 21:49 | 09.02.2010
» Wirden alle Bilder aufgenommen während der Bettag,Sie mach es gleich wie Merz beten und nichts machen.Bitte handenaus einander und die Wahrheit sagen.Haben Sie nicht anders zu tun.Bitte bete ist gut aber alles auf seine zeit,oder ist Frau Maurer für das angestellt.
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