Sechseläuten-Tradition abgeschafft: Zürcher Zunft wirft keine toten Fische mehr

ZÜRICH - Der Brauch, am Zürcher Sechseläuten tote Fische ins Publikum zu werfen, besteht seit fast 100 Jahren. Nun hat die Zunft zur Schiffleuten beschlossen, mit der Tradition zu brechen – den Fischern zuliebe.

Das Fische-Werfen der Stubengesellen der Zunft war ein alter Brauch. Nun ist damit Schluss. play

Das Fische-Werfen der Stubengesellen der Zunft war ein alter Brauch. Nun ist damit Schluss.

René und Elisabeth Bühler

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 «Bitte nicht nachmachen» Jetzt spricht der Zürcher Roofer (14)
2 Abklärungen laufen Polizei will Koran-Verteilaktionen verbieten
3 «Bitte nicht nachmachen» Jetzt spricht der Zürcher Roofer (14)

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
29 shares
5 Kommentare
Fehler
Melden

Am Zürcher Sechseläuten fliegen künftig statt toter Fische nur noch Schoggi-Fischli durch die Luft. Die Zunft zur Schiffleuten hat beschlossen, den alten Brauch abzuschaffen. Das berichtet heute die «NZZ».

Grund dafür ist nicht etwa die alljährlich geäusserte Kritik der Zürcher Tierschützer, sondern ein Einspruch der Berufsfischer. Sie monierten, das Ritual der Stubengesellen – des Nachwuchses der Zunft – sei nicht mehr zeitgemäss. Denn galten die für den Fisch-Wurf verwendeten Rotaugen früher wegen ihrer vielen Gräten als ungeniessbar, landen sie inzwischen ab und zu auch auf dem Teller – zum Beispiel in Form von Fischknusperli. Grund dafür sind neue technische Methoden, die die Gräten zermalmen können.

Die Fischer hätten «Mühe» damit gehabt, «uns Fische zu geben, die sie sonst verkaufen könnten», sagt Zunftmeister Peter Neuenschwander zur «NZZ». In der Folge habe die Zunft überlegt, am Sechseläuten künftig geräucherte Albeli zu verteilen. Diese hätten sich allerdings als «unpraktisch» erwiesen, schreibt die Zeitung. Und so fliegt zur Genugtuung aller Tierfreunde künftig gar kein totes Getier mehr durch die Luft. (lha)

Mehr zum Thema
Publiziert am 09.01.2016 | Aktualisiert am 09.01.2016
teilen
teilen
29 shares
5 Kommentare
Fehler
Melden

5 Kommentare
  • Theres  Küenzi aus Seeberg
    10.01.2016
    das wurde aber auch zeit. es ist eine hohn mit essbaren fischen um sich zu schmeissen wärend andere hunger leiden.
  • Thierry  Eutone aus Grandvillard
    09.01.2016
    Es handelt sich aber hoffentlich um vegane Schokolade ? Ich meine wegen den Tierschützern ... Kuhmilch und so
  • Oliver  Schlottmann aus Estavayer-le-Lac
    09.01.2016
    Das einzig richtige. Mit unnoetigen Traditionen brechen ist auch Entwicklung. Zudem gibt es Menschen die hungern, da muss man nicht mit essbaren Fischen rumschmeissen
  • Daniel  Weilenmann aus Zürich
    09.01.2016
    Dass dieser Brauch überhaupt eingeführt und bis gestern überhaupt praktiziert wurde, ist einfach nur elitär und krank!
    • Charles  Metzger 09.01.2016
      Krank ist schon eher ein elitärer, auf Luxusethik basierender Moralanspruch.