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Passagier V. B.* hat die Ferien in Thailand genossen. Aber jetzt freut er sich darauf, nach Hause zu kommen. Der Flug heute Nacht von Bangkok nach Zürich verläuft ruhig. Bis auf das eine kleine Kind, das einfach keine Ruhe geben will. V.B. schätzt es auf einjährig: «Das Kind wollte einfach nicht schlafen», erzählt er gegenüber Blick.ch. Kein Wunder. Wie sich bald herausstellt, hat das Kind hohes Fieber und Durchfall.
Eigentlich nichts Ungewöhnliches. Doch weltweit herrscht Schweinegrippe-Alarm. Die Crew will offenbar auf Nummer sicher gehen und bietet für die Ankunft in Zürich-Kloten die Sanität auf.
«Für rund 45 Minuten nach der Landung durften wir das Flugzeug nicht verlassen», erzählt V. B. weiter. Die Leute werden nervös. Sanitäter in weissen Schutzanzügen kommen in die Kabine. Beim Kind soll Fieber gemessen werden. «Aber der Sanitäter hat nur ein kaputtes Thermometer!», wundert sich der Fluggast. Die Eltern müssen mit ihrem eigenen Thermometer nachmessen. Jetzt hat das Kind nur noch etwa 37 Grad. Erleichterung. Aber für weitere Abklärungen wird die Familie mit der Ambulanz weggefahren. Auf die Frage des Passagiers, ob er ein Erinnerungsfoto machen dürfe, heisst es: Nein, man wolle einfach nichts in den Medien sehen.
«Dann durften wir das Flugzeug verlassen und nach Hause fahren», sagt V. B. – und wundert sich ein zweites Mal: Es gab keinerlei Infos zum weiteren Vorgehen, beispielsweise, dass man sich bei Grippesymptomen beim Arzt melden solle oder wie man zu kontaktieren sei.
Beim Flughafenbetreiber Unique bestätigt ein Sprecher den Schweinegrippen-Alarm auf Flug TG 970. Zur Idenität oder zur Herkunft der Familie wollte er keine Angaben machen. Zum kaputten Thermometer und zu den fehlenden Anweisungen für die Passagiere wollte er sich nicht äussern. Nur so viel: Der Verdacht auf Schweinegrippe habe sich nicht erhärtet.
(* Name der Redaktion bekannt)