Schumis geklaute Krankenakte Rega-Kader (†54) war ein «Einzelgänger»

Ein Kader-Mitglied der Rega soll Schumis Krankenakte geklaut und den Medien zugespielt haben. Nach seiner Verhaftung tötete er sich in seiner Zelle. Bei dem Mann handelt es sich offenbar um einen 54-Jährigen aus dem Kanton St. Gallen.

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Die Polizei verhaftete am Dienstag ein Kadermitglied der Rega im Zusammenhang mit der geklauten Krankenakte von Michael Schumacher. Einen Tag später wurde der Verdächtige tot in seiner Zelle gefunden – Suizid.

Bei dem Mann handelt es sich offenbar den 54-jährigen A. K.* mit Wohnsitz im Kanton St. Gallen. Durch seine Anstellung in der Einsatz-Administration fielen ihm die Krankenakten von Michael Schumacher in die Hände.

Der Gemeindepräsident seines Wohnorts bestätigt gegenüber «Tele Züri» den Tod des Rega-Mitarbeiters.

A. K. liebte das Segeln

Die Nachbarn des Rega-Kaders beschreiben ihn als Einzelgänger. Laut ihnen lebte er zurückgezogen mit der Freundin zusammen. Der gebürtige Deutsche hatte keine Kinder.

A. K. liebte das Segeln. Ein langjähriger Segelfreund beschreibt ihn  gegenüber der «Schweiz am Sonntag» als vertrauenswürdigen und aufrechten Freund. Er hätte nie gedacht, dass er zu einer solchen Tat fähig sei.

Franz Steinegger verurteilt Aktenklau

Doch was trieb den Rega-Kadermann dazu, Schumis Krankenakte zu stehlen? Das Motiv liegt auch jetzt noch im Dunkeln. A. K.s Segelfreund sagt, er habe nie von Geldsorgen gesprochen.

Auch Rega-Vizepräsident Franz Steinegger äussert sich zum Aktenklau – und verurteilt die Tat. Sie sei dem Image der Rega nicht zuträglich. Er hoffe aber, dass die Gönner verstehen, dass man vor groben Fehlleistungen von Mitarbeitern nie ganz gefeit sei, sagt er zur «Schweiz am Sonntag». (kab)

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 09.08.2014 | Aktualisiert am 10.08.2014
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A.K. (†54) nahm sich am 6. August in seiner Gefängniszelle das Leben. play

A.K. (†54) nahm sich am 6. August in seiner Gefängniszelle das Leben.

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Rega-CEO Ernst Kohler nimmt Stellung

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25 Kommentare
  • Heinz  HAGER aus Aarwangen
    10.08.2014
    Es heisst,er hatte keine Geldsorgen.Brauchte er auch nicht zu haben.Ein Zustupf von Fr.50.000.00 kann jeder gebrauchen.Eventuell für ein neues Segelschiff?
  • Fredy  Wymann , via Facebook 10.08.2014
    Was ist ein Einzelgänger? Ist das negativ? Muss man gezwungenermassen ein Vereinsmeier sein um in der Schweiz als normal zu gelten. Im Titel wird suggeriert, das Einzelgänger nicht gut ist, da der Zustand mit der Tat in Verbindung gebracht wird. Es gibt verschiedene Gründe um nicht dauernd in Gesellschaft zu sein. Im Beruf engagiert zu sein, bedeutet manchmal auch seine Freizeit in Ruhe zur Erholung zu geniessen. Hat man noch eine Freundin, wie im Text angedeutet, ist man kein Einzelgänger.
    • Max  Lustenberger 10.08.2014
      Bravo, Herr Wymann!
  • Richard  Meier aus Bern
    09.08.2014
    U-Haft Zellen sollten auch in der Schweiz so eingerichtet sein, dass es gar nicht möglich ist, sich umzubringen. Also Häftlings-Kleider aus Papier, keine losen oder harten Gegenstände und gründliche Kontrolle und allenfalls Videoüberwachung.
  • Kim  Heller aus Luzern
    09.08.2014
    Schuldig oder unschuldig, der eigentliche Skandal ist das er die Möglichkeit hatte sich das Leben zu nehmen. Ich kenne Menschen die aufgrund einer solch gravierenden Anschuldigung ähnlich reagieren könnten. Immer wieder hört man von Suiziden in Gefängnisszellen. Irgenwer macht da seinen Job nicht richtig!
    • Fritz  Frigorr , via Facebook 10.08.2014
      Genau so sehe ich es aus, es gibt immerhin zivilisierte Länder, die sich nicht so "human" nennen wie die Schweiz, in denen den Häftlingen alles aus der Zelle entfernt wird, womit sie Suizid begehen könnten. Doch es scheint mir,dass sich hier im Lande eher manche Leute Gedanken darüber machen, wie ein Prozess verkürzt werden kann........
    • anton  lienhard 10.08.2014
      Er wollte sich umbringen. Wenn nun dem Staat daraus ein Fehlverhalten vorgeworfen wird, finde ich das völlig daneben. Er ist freiwilligi gegangen, zudem hat er damit ein Schuldeingeständnis gemacht. Also, was regen Sie sich da noch auf? Er Fall ist geklärt.
  • Peter  Hänsenberger 09.08.2014
    Geldgier hat schon vielen den Charakter verdorben: Die Jahre vergehen und jeder steht irgendwann am Ende seiner Zeit, ob reich ob arm egal wie man es sieht, der Tod macht keinen unterschied