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Jetzt müssen die Behörden endlich Rechenschaft ablegen. Der Bezirksrat Affoltern und die Vormundschaftsbehörde Bonstetten müssen dem Zürcher Justizminister Notter einen Bericht über die Umstände im Vorfeld des Tötungsdelikts am kleinen Florian abliefern.
Konkret werden sie erklären müssen, warum Buchhalter Gustav G. das Sorgerecht für Florian (4) trotz schlimmer Vorgeschichte erhielt. Gustav G. ist vorbestraft wegen einem Mordversuch an seinem ersten Sohn Reto. Dieser warnte die Behörden sogar noch vor seinem gewalttäigen Vater, wie BLICK exklusiv berichtete.
Notter lässt von der Oberstaatsanwaltschaft jetzt prüfen, ob «aufsichtsrechtlich relevante Sachverhalte feststellbar seien.»
Vorwürfen auf den Grund gehen
«Wir haben gemerkt, dass gewisse Vorwürfe im Raum stehen, denen wir auf den Grund gehen müssen», sagt Michael Rüegg, Sprecher der Justizdirektion.
In erster Linie sei es wichtig, dass die Justizdirektion detaillierte Kenntnisse erhalte, was im Fall genau passiert sei. Was für eine Wirkung der Bericht habe, könne er im Moment nicht sagen, ergänzt Rüegg. «Zuerst müssen wir die Resultate abwarten.»
Florians Vater hatte am vergangenen Freitagabend in einem Winterthur Hotel seinen vierjährigen Sohn getötet. Der Vater hatte am Montag gestanden, seinen Sohn getötet und sich selbst umbringen gewollt zu haben.
Wie der Mann sein Kind getötet hatte und Suizid begehen wollte, ist unklar. Ebenfalls noch offen ist, weshalb der Brandmelder im Hotelzimmer losging. Aufgrund des Alarms erschienen Hotelangestellte im Zimmer und alarmierten die Sanität.
Die Abklärungen zur Sorgerechts-Schlamperei sollen gemäss Zürcher Justizdirektion bis Mitte März abgeschlossen sein. (SDA/gca)