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Der 22-jährige Carlo Schmid ist heute nach 80-tägiger Reise als jüngster Round-the-World-Pilot zum Ausgangspunkt zurückgekehrt. Wie geplant setzte er um 13.22 Uhr mit seiner einmotorigen Cessna 210 zur Landung an.

Die letzte Etappe führte von Hamburg nach Dübendorf ZH – bei extrem schwierigen Sichtverhältnissen, wie der Schweizer Jungpilot nach seiner Ankunft am Militärflugplatz erklärte. Um 13.17 Uhr überflog er bei strömendem Regen in einem Formationsflug mit der PC7-Staffel der Schweizer Flugwaffe den Flugplatz.

Sirenen und Wasserfontänen

Schmid genoss dabei das einmalige Privileg, als Privatpilot eine militärische Formation anführen zu dürfen. Der Rekordjäger wurde von mehreren hundert Gästen und Fans mit Schweizer Fähnchen und frenetischem Applaus empfangen. Die Flugplatzfeuerwehr ihrerseits begrüsste den Jungpiloten mit Sirenen und Wasserfontänen.

Er sei glücklich und froh, das Unterfangen heil überstanden zu haben, sagte der vor Freude strahlende Schmid. Für ihn sei ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Schon als 16-Jähriger habe er davon geträumt, einmal mit einem Flugzeug die Welt zu umrunden.

Mit der einmotorigen Cessna hat Schmid seit seinem Abflug am 11. Juli 40'000 Kilometer mit Zwischenlandungen in 21 Ländern zurückgelegt. Die effektive Flugzeit betrug 110 Stunden. Laut Schmid gab es während des 80-tägigen Abenteuers viele Hochs und Tiefs.

Mit Bild der Mutter neu motiviert

In Saudiarabien sei die Temperatur auf 50 Grad gestiegen, und in Asien habe es mehrfach starke Turbulenzen gegeben, erzählte der gelernte Bankkaufmann. In einem kleinen russischen Dorf sei er während fünf Tagen festgehalten worden, weil er auf eine Überfluggenehmigung habe warten müssen.

«Als ich über Alaska geflogen bin, waren die Flügel meiner Cessna mit einer drei Zentimeter dicken Eisschicht überzogen», berichtete Schmid weiter. Zudem habe es auch technische Probleme am Flugzeug gegeben. Um sich zwischendurch neu zu motivieren, habe er während des Fluges oft das Bild seiner Mutter hervorgenommen, die vor zwei Jahren an Krebs verstorben ist.

Nun sei er stolz darauf, dass er den Rekord in die Schweiz habe bringen können. Den bisherigen Rekord als jüngster Weltumflieger hielt der Amerikaner Barrington Irving, der die Umrundung mit 23 Jahren geschafft hatte. Der neue Rekord soll nun ins Guiness Buch der Rekorde eingetragen werden.

50'000 Franken für UNICEF

Bei seiner Weltumrundung ging es dem 22-jährigen Schmid aber nicht nur um den Weltrekord. Unter dem Motto «Round the world for children» hatte er seinen Flug mit einer Geldsammlung für benachteiligte Kinder verbunden.

In Dübendorf konnte er dem Kinderhilfswerk UNICEF einen Check in der Höhe von 50'000 Franken übergeben. Das Geld wird für ein Mädchen- Bildungsprojekt in Indien eingesetzt.

Finanziert wurde das Gesamtbudget von 500'000 Franken durch Sponsoren, Kooperationen und private Gönner. Nach dem gelungenen Rekord will Carlo Schmid seine Erlebnisse in einem Buch festhalten.

Anfänglich habe er gar nicht gern geschrieben, sagte er dazu. Seit dem ersten kurzen Blog, den er in Wien verfasst habe, seien inzwischen aber über 240 Seiten zusammengekommen. (SDA)

Beliebteste Kommentare

  • Mike  Schweizer
    He immerhin 50000.- gespendet das finde ich toll.
    Und tolle Leistung!
    Wie viel haben denn die anderen Miesepeter schon gespendet die hier jetzt so Neidisch tun?
  • Rolf  Wittwer
    Bravo und Super - Herr Schmid - Respekt!
    Hoffentlich wird eines Tages, eines der Mädchen, an welches Ihr Hilfsfond hoffentlich! gehen wird, eines Tages ebenfalls in der Lage sein können, etwas ähnliches wie Sie es geschafft haben, durchzuführen!

Alle Kommentare (16)

  • Pascal  Keller , Bubendorf
    Kann man nicht einfach mal das positive sehen? ich glaube nicht das er verpflichtet war irgend was für UNICEF zu machen. Er hat das von sich aus gemacht und das sollte man auch unterstützen. Alle die hier rumnörgeln sollen selbst dafür sorgen und Spenden in dieser höhe sammeln.
    • 30.09.2012
    • 13
    • 2
  • Walter  Senn , rotkreuz
    An die Umweltfanatiker. Piccard wird vermutlich bei seinem Weltumflug mit seinem Solarflugzeug, mehr Öl verbrannt haben, wegen den Begleitflugzeugen.
    • 30.09.2012
    • 17
    • 2
  • Sabrina  Weder , Eglisau
    Unglaublich was hier für Kommentare abgegeben werden, wieviel habt ihr neidischen Nörgler in letzter Zeit gespendet? Der junge Mann hat mit 22 Jahren etwas auf die Beine gestellt und auch durchgezogen. Meine Hochachtung. Schade gibt es heutzutage anscheinend keine grösseren Probleme mehr als sich über ein solches Projekt aufzuregen !!!!
    • 30.09.2012
    • 41
    • 8
  •   Heinz Knauser , z.Zeit in Thailand
    Tolle Leistung.
    Einfach gesagt genial!
  • Michael  Schmid , Schaffhausen
    Carlo Schmid ist nach einer höchst beeindruckenden Team-Leistung in der Schweiz gelandet. In jeder Hinsicht: Willkommen zurück im Land der ewigen Nörgeler. 50000 Franken Projektspende für Unicef seien zuwenig? Dass nun 10 Prozent in Worten: ZEHN Prozent des Gesamtbudgets für Unicef gespendet werden, finde ich beachtlich und mehr als erwartet. Denselben Betrag ohne das Round-the-world-Projekt als "Aufhänger" zu sammeln, wäre ebenso schwierig gewesen. Kleiner Vergleich: Die Migros spendet 1 Prozent in Worten: EIN Prozent des Umsatzes für Kultur - und alle jubeln ob der Grosszügigkeit...
    Ich ziehe den Hut angesichts der Leistung von Carlo Schmid und seinem Team. Die Welt braucht mehr Visionäre wie sie – und definitiv weniger Schweizer Nörgler.
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