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Eine Aargauer Politikerin schürt den Kantönli-Geist: «Der Strassenstrich am Sihlquai ist unseres Landes nicht mehr würdig.» SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger will den Strassenstrich in der Schweiz verbieten und übergibt in den nächsten Tagen ihre Forderung dem Bundesrat.
Das passt den Zürcher Lokalpolitiker ganz und gar nicht. Sie protestieren lautstark.
«Das wäre en völlige Seich!»
«Das ist Einmischung in die Lokalpolitik», sagt SP-Kantonsrätin Andrea Sprecher heute zu «Radio 24». Auf Anfrage von «blick.ch» konkretisiert sie: «Die Frau war wahrscheinlich seit zehn Jahren wieder einmal in der Stadt und ist geschockt.»
Wir hätten Organisationen hier, die vor Ort mit den Freiern und Prostituierten in Kontakt sind und versuchen, die Frauen zu sensibilisieren und zu schützen.
«Ein Verbot würde unsere ganze Arbeit kaputt machen. Das wäre ein völliger Seich – das hat sie einfach nicht kapiert.»
Auch aus den eigenen Reihen kommt Kritik: Der Zürcher SVP-Politiker Alfred Heer sprach sich heute gegen ein Verbot aus. Viel eher ist er für eine Lösung, wie sie in Bern Usus ist: «Das Problem ist, dass sich ausländische Frauen als selbständig Erwerbende anmelden. Im Kanton Bern werden von denen Buisnes-Pläne verlangt. Dadurch können Bewilligungen entzogen werden und die Auswüchse eingedämmt werden.»