Pöschwies liess einen Häftling sortieren Sieben Kesb-Dossiers verschwunden

Der Skandal ist grösser als vermutet: In der Strafanstalt Pöschwies hatte nicht nur ein Insasse Einsicht in heikle Kesb-Daten – mehrere Dossiers sind nicht mehr auffindbar.

Kesb-Skandal: Nach Sortierung durch Häftling fehlen sieben Dossiers play
In der Pöschwies sind Unterlagen mit heiklen Daten verschwunden. Keystone

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Supergau für das Amt für Justizvollzug Zürich (JuV): Nachdem ausgekommen ist, dass ein Häftling der Strafanstalt Pöschwies Regensdorf ZH Akten mit heiklen Kesb-Daten sortiert hat, kommt nun aus: sieben Dossiers sind verschwunden. Eine JuV-Sprecherin bestätigt entsprechende Recherchen von TeleZüri. Die fehlenden Unterlagen seien bis heute nicht gefunden worden.

Nur ein Gefangener habe den Auftrag erhalten, Dokumente der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde zu binden – und zwar an einem separaten Arbeitsplatz in der Pöschwies. Er sei bei der Arbeit durch das Personal beaufsichtigt gewesen. «Das Personal musste aber auch noch 10 andere Gefangene bei der Arbeit betreuen», sagt Sprecherin Rebecca da Silva.

Die Kesb der Stadt Zürich wusste gemäss dem Medienbericht, dass die Arbeiten von einem Gefangenen ausgeführt wurde – verlangte aber keine besonderen Garantien. Nun prüft die Oberstaatsanwaltschaft den Sachverhalt. (rey)

Publiziert am 21.10.2016 | Aktualisiert am 24.10.2016
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14 Kommentare
  • Betty  Rüdisüli 22.10.2016
    Wenn ich jemanden zu 100 Prozent bei der Arbeit beaufsichtigen muss, kann ich es ja gleich selber machen.
  • Max  Brüllhardt 22.10.2016
    Das ist also jetzt die viel zitierte Professionalität im Sozialdienst. Noch erschreckender als was in anderen Behörden abgeht. Wer wettet mit dass es da wieder einmal null Konsequenzen geben wird in unserem Rechtsstaat. Gut gibt es europäische Gerichte
  • Walser  Jürg Walser aus Angeles City, Pampanga
    22.10.2016
    Sie haben da noch jemanden vergessen zu entlassen lieber Victor. Der Häftling muss ebenfalls unbedingt entlassen werden. Nicht dass er in der ganzen Anstalt rumerzählen kann was er alles gelesen und gesehen hat. Es wäre ja noch schöner, wenn alle Pöschwiesinsassen mehr wüssten als die KESB.
  • Michael  Tomov aus Koror
    21.10.2016
    Ich liebe diesen Pseudo-Rechtsstaat. Da wird dauernd ein Theater gemacht und jede Auskunft über alles verweigert mit dem Hinweis auf das Datenschutzgesetz, sogar wenn man über eigene Daten etwas wissen will, die Behörden verweigern jahrelang Akteneinsicht, die Täter werden vor den Opfern geschützt, und dann bekommen Häftlinge Akteneinsicht in besonders schützenswerte Personendaten. Bravo, Behörden, bravo!!!
  • Jana  Peres aus Mägenwil
    21.10.2016
    Weshalb muss man das überhaupt binden? Geldverschwendung per Excellence.