Petra Bornhauser (61) will wissen, wo der Killer ihren Mann verscharrt hat «Bei allem, was ich mache, fehlt mir Gino»

RAFZ ZH - Seit April 2016 wird Gino Bornhauser (†67) vermisst. Der Zürcher Rentner wurde eiskalt ermordet. Der Killer will nicht verraten, wo er die Leiche hingebracht hat. Dabei will Witwe Petra Bornhauser (61) einfach nur Abschied nehmen.

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Seit dem 22. April 2016 ist der pensionierte Rettungssanitäter Gino Bornhauser (†67) verschwunden. Killer L. R.* (34) ist geständig, hat aber angeblich vergessen, wo er die Leiche deponiert hat. Für die Ehefrau Petra (61) und die Familie eine enorme Belastung. Sie feierten Weihnachten ohne ihren geliebten Gino. Ihr sehnlichster Wunsch: Endlich richtig Abschied nehmen zu können.

Die Ehefrau quält die Frage: «Warum hat an diesem Abend niemand die Polizei angerufen? Ich weiss aus den Polizeiakten, dass mehrere Personen anwesend waren, als Gino vom Täter zusammengeschlagen worden ist. Eine Person filmte sogar mit dem Handy.» Ein Umstand, der später half, den Täter zu fassen.

Augenzeugen griffen nicht ein

Passiert ist es auf einem öffentlichen Parkplatz mitten in Rafz ZH. Es gab Passanten und Zeugen, als L. R. den Rentner brutal zusammenschlug, aber niemand schritt ein. Erst im Nachhinein bei der Befragung durch die Polizei schilderten sie ihre Beobachtungen.

Unter Tränen berichtet Petra Bornhauser, was sie in den Polizeiakten lesen musste. «Der Täter schlug auf Gino ein, bis er sich nicht mehr bewegte. Er bedrohte auch einen Zeugen. Danach warf er Gino auf die Rückbank von dessen Wagen und fuhr einfach damit davon.»

Autowrack von Gino Bornhauser in Wald in Deutschland

Der Polizei schilderte der Täter, wie er später in einem Wald anhielt, nachdem sich Bornhauser auf dem Rücksitz bemerkbar gemacht hatte. Erneut traktierte L. R. sein Opfer – bis Gino tot war. Wo er den leblosen Körper versteckt hat, will der Killer vergessen haben.

Die deutsche Feuerwehr und die Polizei fanden zwei Tage nach der Tat das ausgebrannte Autowrack. Petra Bornhauser war zu dieser Zeit im Spital. Erst als die Kantonspolizei sie anrief und nach dem vermissten Halter fragte, wurde ihr klar, dass ihr Ehemann einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen war.

Ungewissheit quält Angehörige

«Bei allem, was ich mache, fehlt mir Gino. Ich vermisse ihn so. Solange er nicht gefunden wird, können wir auch nicht Abschied nehmen», sagt Petra Bornhauser. Sie hofft: «Irgendwie müsste doch herauszufinden sein, wo der Täter unseren Gino hingebracht hat.»

Die Ungewissheit quält Petra Bornhauser und ihre Angehörigen: «Wenn er an einer Krankheit oder an einem Unfall gestorben wäre, könnten wir das verarbeiten. Aber dieser Horror ist einfach das Schlimmste.»

Sie appelliert: «Wenn ihr eine Person seht, die einen Schwächeren zusammenschlägt, ruft die Polizei an! Es könnte Leben retten.»

*Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 26.12.2016 | Aktualisiert am 14.01.2017
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2 Kommentare
  • Sonja  Zwicker 27.12.2016
    Menschenrecht hin oder her - ein solcher Killer gehört genauso gequält, wie er es mit dem Opfer machte, bis ihm wieder "einfällt", wo sich die Leiche befindet!
    Ich bin entsetzt, dass mehrere Leute dabei zusehen, wie jemand brutal zusammengeschlagen wird, und das noch filmen. Eine einzelne Person kann nicht viel machen, aber alle zusammen hätten ihm sicher helfen können.
    Es tut mir schrecklich Leid, was die Angehörigen mitmachen müssen und mussten :-(( Viel Kraft!
    • Susanne  Reich 28.12.2016
      Wo doch alle ständig am Handy hängen, hätte doch ein Anruf zur Polizei genügt. Doch man quatscht lieber völlig Nebensächliches, als dass man jemandem hilft, Zuschauen ist geiler. Hoffentlich kommen diese Gaffer nie in eine solche Notsituation, denn dann würden sie sich auch Hilfe wünschen. Wir müssen doch füreinander da sein, für eine menschliche Gesellschaft. A propos Handy: Wichtiges sollte man sowieso persönlich sagen.