Schweinegrippe: Patientinnen starben trotz Tamiflu
WINTERTHUR – Am Kantonsspital Winterthur sind zwei Frauen wegen dem H1N1-Virus gestorben. Erschreckend: Beide wurden mit dem Anti-Schweinegrippe-Mittel Tamiflu behandelt.
Von Beat Kraushaar und Georg Nopper | Aktualisiert um 20:45 | 19.11.2009
Die Schweiz hat bis heute bereits drei Schweinegrippe-Tote zu beklagen. Zwei davon betreffen das Kantonsspital Winterthur (Blick.ch berichtete). Die beiden Patientinnen hatten sich mit dem H1N1-Virus infiziert und bekamen als Folge davon eine Lungenentzündung.
Ein tragischer Zufall, dass gleich zwei Fälle im Kantonsspital Winterthur auftraten? Spital-Sprecher André Haas: «Dass gerade das Spital Winterthur betroffen ist, ist ein statistischer Zufall. Vielleicht gibt es in unserer Region auch mehr Schweinegrippe-Fälle als anderswo. Aber schon morgen kann sich das ändern und ein anderes Spital betreffen.»
Zwar hatten die Patientinnen eine längere Krankheitsgeschichte. Doch sie wurden beide mit dem Anti-Schweinegrippe-Medikament Tamiflu behandelt – und sind trotzdem gestorben.
Die erste Patientin (55) war bereits im Frühjahr ins Spital eingeliefert worden. Sie war zuckerkrank. Die Ärzte diagnostizierten bei ihr eine beidseitige Lungenentzündung. Ihr Zustand verschlechterte sich, bis sie auf die Intensivstation verlegt und künstlich beatmet werden musste. Gestern verstarb sie schliesslich an Lungenversagen. Spital-Sprecher Haas: «Sie hatte einen verrückten Krankheitsverlauf.»
Bei dem zweiten Schweinegrippe-Todesfall im Kantonsspital Winterthur handelt es sich um eine 46-jährige HIV-Patientin, die zudem an einer schweren Herzkrankheit litt. Sechs Tage nach Eintritt musste sie auf die Intensivstation gebracht und bis zu ihrem Tod gestern Abend künstlich beatmet werden. Die Immunschwäche und die Herzerkrankung seien für diesen Verlauf entscheidend gewesen, schreibt das Spital.
«Die Patientinnen haben sich nicht bei uns mit dem Virus angesteckt, sie waren schon infiziert als sie zu uns ins Spital kamen», sagt Sprecher Haas gegenüber Blick.ch. Wie hoch die Impfrate beim Pflegepersonal ist, könne er noch nicht beurteilen. Denn die Impfaktion laufe immer noch.
Laut dem Kantonsspital traten beide Patientinnen unabhängig voneinander ins Spital ein. Sie hätten erst auf der Intensivstation Kontakt gehabt. Das Spital schliesst daher eine gegenseitige Ansteckung aus.
«Soviel ich weiss, waren die Patientinnen noch nicht geimpft», sagt Haas. «Aber so oder so: Da die Impfung erst nach zwei Wochen voll wirksam ist, hätte auch die Impfung nicht mehr geholfen».
Ein tragischer Zufall, dass gleich zwei Fälle im Kantonsspital Winterthur auftraten? Spital-Sprecher André Haas: «Dass gerade das Spital Winterthur betroffen ist, ist ein statistischer Zufall. Vielleicht gibt es in unserer Region auch mehr Schweinegrippe-Fälle als anderswo. Aber schon morgen kann sich das ändern und ein anderes Spital betreffen.»
Zwar hatten die Patientinnen eine längere Krankheitsgeschichte. Doch sie wurden beide mit dem Anti-Schweinegrippe-Medikament Tamiflu behandelt – und sind trotzdem gestorben.
«Verrückter Krankheitsverlauf»
Die erste Patientin (55) war bereits im Frühjahr ins Spital eingeliefert worden. Sie war zuckerkrank. Die Ärzte diagnostizierten bei ihr eine beidseitige Lungenentzündung. Ihr Zustand verschlechterte sich, bis sie auf die Intensivstation verlegt und künstlich beatmet werden musste. Gestern verstarb sie schliesslich an Lungenversagen. Spital-Sprecher Haas: «Sie hatte einen verrückten Krankheitsverlauf.»
Bei dem zweiten Schweinegrippe-Todesfall im Kantonsspital Winterthur handelt es sich um eine 46-jährige HIV-Patientin, die zudem an einer schweren Herzkrankheit litt. Sechs Tage nach Eintritt musste sie auf die Intensivstation gebracht und bis zu ihrem Tod gestern Abend künstlich beatmet werden. Die Immunschwäche und die Herzerkrankung seien für diesen Verlauf entscheidend gewesen, schreibt das Spital.
Impfrate beim Pflegepersonal unklar
«Die Patientinnen haben sich nicht bei uns mit dem Virus angesteckt, sie waren schon infiziert als sie zu uns ins Spital kamen», sagt Sprecher Haas gegenüber Blick.ch. Wie hoch die Impfrate beim Pflegepersonal ist, könne er noch nicht beurteilen. Denn die Impfaktion laufe immer noch.
Laut dem Kantonsspital traten beide Patientinnen unabhängig voneinander ins Spital ein. Sie hätten erst auf der Intensivstation Kontakt gehabt. Das Spital schliesst daher eine gegenseitige Ansteckung aus.
«Soviel ich weiss, waren die Patientinnen noch nicht geimpft», sagt Haas. «Aber so oder so: Da die Impfung erst nach zwei Wochen voll wirksam ist, hätte auch die Impfung nicht mehr geholfen».
Tamiflu: Auch das Anti-Schweinegrippe-Mittel konnte die beiden Patientinnen am Kantonsspital Winterthur nicht retten. (Keystone)
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Das sagen Blick.ch-Leser
- michel koeb, montady - 13:07 | 20.11.2009
- » Tamiflu ist gegen Influenza... = Grippe! Nicht gegen Vogel oder Schweinegrippe spezifisch. Wer das Gegenteil behauptet ist unwissend, krank und gefährlich, egal ob Arzt oder Spitalangestellte. Bitte Packungsprospekt lesen. Tamiflu wurde um 1998 in die Schweiz eingeführt als " neues" Grippemittel nicht mehr und nicht weniger. Roche hat danach behauptet es wäre auch gegen die Vogelgrippe einsetzbar... Beweise dafür oder Studien gab es NIE! Für mich einen Weltweiten Betrug an die Menschen..........
- ben coratsch, Basel - 09:15 | 20.11.2009
- » Tamiflu ist kein Anti-Schweinegrippe-Medikament, sondern lediglich der beste Strohhalm, an den wir uns mangels Alternative klammern können. Aufgrund der bisherigen Testergebnisse müsse davon ausgegangen werden, dass es wohl auch «keinen Einfluss auf die Überlebensrate von Schweinegrippekranken» habe, meint etwa ein Pharmakologe von der Medizinischen Hochschule Hannover. Tamiflu wird von der Zeitschrift "Beobachter" als Glaubenspille tituliert.
- Küdde Rechsteiner, Zürich - 22:27 | 19.11.2009
- » leider ist tamiflu kein wundermittel. ausserdem muss es in den ersten 48 h nach symptomauftreten eingenommen werden. auch sollte nicht jeder dieses mittel einnehmen, wegen möglichen resistenzenbildung. der blick-artikel suggeriert, als wäre tamiflu speziell gegen die schweine-grippe fabriziert worden. das ist nicht so. es ist ein mittel gegen alle influenza-viren, z.b. bei erkrankungen mit der saisonalen grippe. vorbeugen mit impfung und hygienemassnahmen ist das beste, was man machen kann.
- Hansrudolf Bär, Luzern - 21:11 | 19.11.2009
- » Vogelgrippe, Schweinegrippe, hoffe nur keiner erfindet die Bärengrippe, sonst wäre das vielleicht nicht so gut für mich! Wir sollten uns wieder einmal auf das Schöne auf dieser Welt konzentrieren!!
- janos rieder, Rubigen - 20:44 | 19.11.2009
- » jajaja. warum muss man immer alles so auf sensation schreiben. ist denn schon ein gesunder mensch an dem virus gestorben????? wie viele menschen sterben an iner grippe oder anderen (harmlosen krankheiten). tmiflu hat nichts gewirkt?? komisch bei enem herzkranken. das immunsystem von so einem menschen ist sowiso ein problem auch bei einer normalen grippe.
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