Zürcher Fahrlehrer (58) stirbt beim Gleitschirm-Fliegen «Papa, du fehlst uns so sehr!»

Vater und Tochter lachen in die Kamera. Es ist ein Bild aus glücklichen Tagen. «Jetzt ist da nur noch eine grosse Leere», sagt Jovana (16).

  • Publiziert: 13.07.2012
  • Von Fabienne Riklin
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Das Fliegen war Stevo Grkovics Leidenschaft.

(ZVG/BLICK)

Jovana ist die jüngste Tochter von Stevo Grkovic (†58). Der Fahrlehrer aus Zürich starb in den Ferien bei seinem liebsten Hobby, dem Gleitschirmfliegen.

Das Fliegen war Stevos Kindheitstraum. Doch wegen e­ines Augenleidens blieb ihm der Pilotenberuf verwehrt. Deswegen erfüllte er sich den Traum vom Fliegen in seiner Freizeit. «Jede freie Minute verbrachte er in der Luft», sagt seine Frau Dusica Grkovic (50).

Am Mittwoch vor einer ­Woche geschah das Unfassbare. Der Familienvater ist mit einem Gleitschirmklub in Montenegro unterwegs.

Als er in die Luft geht, ist es windig. «Eine Böe hat ihn gegen eine Starkstromleitung geschleudert», sagt Dusica Grkovic. Die Kabel zerreissen die Seile des Gleitschirms. Stevo hat keine Chance, stürzt ab.

Er knallt mit voller Wucht auf einen Felsvorsprung. Stevo Grkovic versucht aufzustehen, aber die inneren Blutungen sind zu stark. Der Fahrlehrer kann sich nicht mehr auf den Beinen halten, fällt über den Fels in die Tiefe – und in den Tod.

Bei Dusica und den zwei Töchtern Jovana und Stevina (18) sitzt der Schock tief.

Unterstützung erhält die ­Familie in dieser schweren Zeit von Stevos Bruder Veljko Grkovic (56). Der Ingenieur ist sofort von Australien nach Zürich geflogen, als er vom Unfall erfahren hat.

 

«Papa war unser Fels in der Brandung. Er hat uns beigebracht, an uns zu glauben und nach einem Rückschlag wieder nach vorne zu schauen», sagt Tochter Jovana.

«Ich hatte immer Angst, als er Gleitschirmfliegen ging», gibt Witwe Dusica zu. «Trotzdem kann ich nicht verstehen, wie es so weit kommen konnte. Mein Mann war doch immer sehr vorsichtig. Er flog nie ohne Helm, hat extra ein Brevet fürs Gleitschirmfliegen gemacht», erklärt sie. «Ich weiss noch gar nicht, wie das Leben ohne meinen Mann weitergehen soll. Jetzt bin ich mit meinen beiden Töchtern ganz alleine.»

Alle Kommentare (2)

  •   Tina Meier , ZH
    Mein herzlichstes beileid an die familie! Ich wünsche euch viel kraft und alles gute für die zukunft!
  • Patrick  Von Euw , Bern
    Ich wünsche Ihnen Allen von ganzem Herzen viel Kraft um die schwersten Momente einigermassen überstehen zu können.....

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