Nach Razzia in Winterthur Skandal-Moschee An'Nur suspendiert

WINTERTHUR ZH - Der Vorstand der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ) hat den umstrittenen An’Nur-Verein bis auf Weiteres suspendiert. Man wolle die Ergebnisse der Justiz abwarten.

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Letzten Mittwoch fuhren mehrere Polizei-Fahrzeuge vor die An'Nur-Moschee an der Hofackerstrasse 17 in Winterthur. Grund war eine Hasspredigt eines äthiopischen Imams, in der er zum Mord anderer Muslime, die nicht an den Gebeten in der Moschee teilnehmen, aufgerufen hat (BLICK berichtete).

Die Polizei verhaftete den Imam und nahm ihn zur Befragung mit. Ausserdem stürmte die Polizei an jenem Tag drei Wohnungen – eine davon soll dem ehemaligen Vereinspräsidenten Atef Sahnoun gehören. Er sowie zwei weitere Personen sollen ebenfalls für Befragungen festgenommen worden sein. 

Der Imam A. E.* und der amtierende An'Nur-Präsident I. H.* sitzen derweil in Untersuchungshaft.

Islamischer Dachverband suspendiert Verein

Nachdem bereits bekannt wurde, dass der langjährige Mietvertrag mit der Moschee künftig nicht mehr erneuert wird, erwartet den Verein nun eine neue Hiobsbotschaft. Wie die «SonntagsZeitung» heute schreibt, hat der Vorstand der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ) den An’Nur-Verein suspendiert. «Wir sind erschüttert, dass ein Imam in einem unserer Gotteshäuser zur Gewalt aufgerufen hat», sagt Präsident Mahmoud El Guindi im Interview.

Trotz der Verhaftungen der Moschee-Spitze wolle man dem An’Nur-Verein aber eine zweite Chance geben und habe deshalb vorerst auf einen definitiven Ausschluss verzichtet. «Wir distanzieren uns von den Aussagen des Imams, wollen aber die Ergebnisse der Justiz abwarten», sagt El Guindi zur «SonntagsZeitung».

Polizei beobachtete Moschee schon länger

Recherchen der Zeitung zeigen, dass die Polizei die An'Nur Moschee bereits seit längerer Zeit im Visier hatte. Die Polizei habe einen verdeckten Ermittler in die Moschee eingeschleust. Er habe Predigten auf Band aufgenommen. Zudem habe die Polizei Telefone der Hintermänner abgehört und die Gläubigen vor der Moschee gefilmt. 

Anerkennung des Islams würde Probleme mindern

El Guindi, Präsident des VIOZ schlägt vor, dass der Islam in der Schweiz öffentlich-rechtlich anerkannt und staatlich unterstützt wird. «Das würde vieles ­vereinfachen und mehr Transparenz schaffen», sagt er zur «SonntagsZeitung».

Allerdings zeigen Umfragen, dass die Bereitschaft, den Islam in der Schweiz wie jüdische oder christliche Glaubensgemeinschaften zu behandeln, gering ist. Nur 39 Prozent der Befragten sind nämlich der Meinung, dass der Islam offiziell als Religion anerkannt werden sollte. (stj)

* Namen der Redaktion bekannt

Publiziert am 06.11.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016
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12 Kommentare
  • Werner  Meier 06.11.2016
    In der Schweiz läuft es wie in allen Ländern, in denen der Islam zuwandert. In Indonesien, das bis anhin als friedlich galt, beginnen die Ausschreitungen gegen Christen gestützt auf Sure 5, Vers 51, gemäss dem Muslime keine christliche Regierung akzeptieren dürfen. Ein solche wird nur temporär akzeptiert bis sich die Mehrheitsverhältnisse geändert haben. Der Ausverkauf Europas und der Schweiz geht weiter und wird von Mitte-Links gefördert.
  • Carlo  Lesser aus Rothenthurm
    06.11.2016
    Ob der Vorstand auch so reagieren würde wenn die Morddrohungen gegen sogenannte Ungläubige gerichtet wären?
    Ich glaube kaum!
  • Rolf  Gurtner aus Münsingen
    06.11.2016
    Ach, JETZT kommt eine halbherzige Handlungsbereitschaft? Nach all den Negativschlagzeilen brauchte es noch Verhaftungen und eine Razzia, damit dieser Verein aufwacht? Wie wäre es, wenn die Herren Imame sich deutlich von Scharia, Burka und Tod den Ungläubigen distanzieren würden, bzw. vorbehaltslos den Vorrang unserer Gesetze anerkennen würden..? Falls nicht, dürfen sie die Schweiz gerne verlassen. Es ist hier niemand auf sie angewiesen.
  • Pierre  Koella 06.11.2016
    Das Ganze zeigt einmal mehr, dass diese muslimischen Leute gar kein Interesse an der Schweiz haben. Es geht ihnen nur darum, dass die ganze Welt islamisiert wird und alle Nichtgläubigen umgebracht werden. Ich erinnere hier an Muhamar Khaddafis Spruch: "Wir werden die ganze Welt erobern"...
  • Marc  White 06.11.2016
    Das ist nur die Spitze vom Eisberg.
    Es gibt einen Haufen kleine Versammlungsorte, Kulturzentren, Moscheen ect. wo genau der selbe Mist und schlimmeres gepredigt wird, und eine Generation von Hinterwäldlern herangezüchtet wird.
    Dazu muss man nicht undercover infiltrieren. Ein Besuch am Mittwoch oder Freitag Abend reicht vollkommen aus um sich selber zu informieren.