Muttermilch-Wirt zieht sich zurück

  • Publiziert: 17.09.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

WINTERTHUR – «Gourmets» freuten sich schon: «Züri-Gschnätzlets» mit Muttermilch! Doch daraus wird nun nichts.

Sogar die internationale Presse berichtete darüber: Hans Locher, Wirt des «Storchen» in Iberg bei Winterthur, wollte Gerichte mit Muttermilch zubereiten. «Züri-Gschnätzlets» beispielsweise – oder etwa sämige Suppen.

Nichts wird aus der Idee, die dem Wirt sowohl Spott, Häme, wie auch Anerkennung und kurzen Ruhm einbrachte. Denn nun entzog der Kantonschemiker Rolf Etter dem Wirt den Muttermilch-Schoppen: Er verstosse damit gegen das Lebensmittelgesetz.

Daher zog sich der experimentierfreudige Wirt zurück. Gegenüber «Radio Zürisee» sagte er heute: «Ich habe Angst vor einer Strafanzeige und werde darum meine Pläne nicht umsetzen».

Seine «Lieferantinnen» suchte der Wirt per Flugblatt. Und er hätte ihnen 6.50 Franken für einen Vier-Deziliter-Becher in die Hand gedrückt. Doch laut Etter würden sich auch die Spenderinnen strafbar machen. «Der Handel von Muttermilch ist gemäss Lebensmittelgesetz verboten», so der Chemiker gegenüber «20min.ch». (num)