Mord beim Kaufleuten «Meine Söhne haben auf ein Taxi gewartet»

Nach dem tödlichen Streit vor dem Zürcher Kult-Club Kaufleuten ist der Vater der Opfer untröstlich. Und Messerstecher Shivan Mohamed wird europaweit gesucht. Bisher erfolglos.

  • Publiziert: 18.07.2012
  • Von Daniel Riedel und Mark Walther
play Polizeilich gesucht: Döner- Verkäufer Shivan Mohamed (21). (Kapo ZH)

Drei Tage nach dem tödlichen Messerangriff vor dem Zürcher Kult-Club Kaufleuten ist der dringend tatverdächtige Shivan Mohamed (21) aus Uerikon ZH noch immer flüchtig. Das Motiv der Bluttat bleibt rätselhaft.

Mit zehn Messerstichen soll der Iraker die Brüder Vigan (†23) und Visar M.* (20) aus Hombrechtikon ZH niedergestreckt haben. Vigan verlor so viel Blut, dass er auf der Stras­se starb.

Der Vater der Opfer kann nicht verstehen, wieso sein ältester Sohn sterben musste und sein mittlerer schwer verletzt auf der Intensivstation liegt. «Was hat den Täter nur geritten? So viel ich weiss, haben meine Söhne nach dem Streit auf der Strasse auf ein Taxi gewartet. Da hat er ihnen aufgelauert», sagt Ismet M.* (51). Warum jemand so schnell ein Messer zückt, kann er sich nicht erklären. «Ich verstehe nicht einmal, warum so junge Leute überhaupt ein Messer dabei haben.»

Der Gesundheitszustand von Vigans Bruder Visar ist kritisch. «Wir durften heute den ganzen Tag nicht zu ihm ins Spital. Er bekommt sehr starke Medikamente», sagt der Vater besorgt.

Auch die Freunde der Brüder begreifen die Tat nicht. Selbst jene nicht, die in der Samstagnacht mit Vigan im Kaufleuten seinen 23. Geburtstag feierten. «Ich glaube, nur die beiden und der Täter wissen wirklich, worum es bei dem Streit ging», sagt ein Kollege.

* Namen der Redaktion bekannt

Beliebteste Kommentare

  • Constantin  Sarner , Allschwil
    Es ist mehr als offensichtlich, dass die Schweiz scheinbar ein massives Kriminalitätsproblem mit gewissen Ausländern hat. Für mich deshalb völlig unverständlich, wie gewisse links-grüne Politiker wie Nationalrat Balthasar Glättli diese Missstände weiterhin verharmlosen und schönreden können.
  • Burim  Zaimi , via Facebook
    ..auch wenn ein hass oder wut da ist, gleich abstechen oder erschiessen ist krank! wo leben wir den??traurig ist das...mein beileid an die angehörigen!! unglaublich sowas....grosses beileid

Alle Kommentare (14)

  • Anton  Palokaj , Ebikon , via Facebook
    Rudolf Kuhn schreibt, mit Sicherheit ist etwas vorausgegangen. Dies ist sicher wahr. Nach dem der Täter 10 Mal eingestochen hat, ist dies keine vorsätzliche Tötung, sondern aus meiner Sicht Mord. Der Täter gehört für mich Lebenslänglich eingesperrt. Die Geschehnisse die vorausgegangen sind, sind sicher am Rande vor Gericht zu berücksichtigen. Jedoch selbst wenn man vom schlimmsten ausgehen würde, selbst dann ist eine solche Tat absolut nicht nachvollziehbar bzw. schärfstens zu verurteilen. Selbstjustiz ist so oder so verboten.
    • miri  malaj , bern
      dieser komentar gefällt mir sehr!!!!unglaublich, wie viele menschen den mord,mit dem was vorher passiert ist,"rechtfertigen"wollen!niemand ist selber schuld,ermordet zu werden!!dan ist das ja für den mörder nicht genug gewesen,er
      wollte den bruder von vigan auch umbringen!kopfschüttel!!!!rest in peace vigan!der familie,bekannten,freunden wünsche ich viel kraft!mein beileid.
      • 18.07.2012
      • als Kommentar auf Anton  Palokaj , Ebikon
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  • Tires  Aron , via Facebook
    Nun, zum streiten braucht es immer 2! Trotzdem hat niemand das Recht jemanden niederzustechen.
    • Achilles   Mormidonovic
      Sagen Sie das auch zu Gott so, wenn Sie zu ihm beten? Herr zum Streiten braucht es immer zwei , also muss auch etwas von dir ausgegangen sein. Natürlich hat niemand das Recht jemanden niederzustechen , auch wenn man ihm Streit liegt.
      • 18.07.2012
      • als Kommentar auf Tires  Aron
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  •   Tina Meier , ZH
    Mein Beileid an die Angehörigen und Visar gute besserung und erhol dich gut! Traurig so was aber was wirklich vorgefallen ist wissen nur die opfer und der täter alles gute der familie!
    • barbara  wiss , rüti
      ich glaube, wir unterschäzen in unserem land einfach die explosivität unserer verschiedenrassigen eingereisten. in der schweiz haben wir überhaupt keinen schimmer, was alles an gewalt noch auf uns zukommt. wie auch, wenn man jahrzehntelang wohlbehütet und gut versorgt in diesem land lebt. damit meine ich uns schweizer. wir sind naiv, und wir müssen nun die sicherheitssysteme in den clubs ändern, wie z.b. solche aggressiven gruppen getrennt rauswerfen und nicht zusammen. das war richtig typisch schweizerisch dumm.
      • 18.07.2012
      • als Kommentar auf   Tina Meier , ZH
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  • Constantin  Sarner , Allschwil
    Es ist mehr als offensichtlich, dass die Schweiz scheinbar ein massives Kriminalitätsproblem mit gewissen Ausländern hat. Für mich deshalb völlig unverständlich, wie gewisse links-grüne Politiker wie Nationalrat Balthasar Glättli diese Missstände weiterhin verharmlosen und schönreden können.
  • Stefania  Penna , via Facebook
    egal ob provokation oder nicht niemand hat das Recht jemanden niederzustechen!!!!!
    • 18.07.2012
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    • 5
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