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Bianca B. vor dem Geschworenengericht. (Keystone)
4. Tag im Prozess gegen Bianca B., der Mutter der ermordeten Zwillinge Mario und Céline (†7).
Bianca B. hatte in der Nacht der Tat ausgesagt, jemand habe bei ihr und ihrem Mann Franz B. eingebrochen. Heute sagten deshalb der Leiter der Hausdurchsuchung sowie die Spurensicherung vor Gericht aus. Sie alle schlossen einen Einbruch aus.
«Ich habe noch nie eine solche aufgeräumte Wohnung gesehen», sagte der Leiter der Hausdurchsuchung. Die Kinderzimmer seien gar keine Kinderzimmer gewesen. «Sogar die Spielsachen waren militärisch aufgereiht.» Die Ordnung sei besser als in einer Ausstellung gewesen.
Ein Umstand, der ebenfalls gegen Bianca B.s Version eines Einbruches spricht.
Geld blieb unangetastet
Der Ermittler, der seit 35 Jahren fast täglich mit Einbrüchen zu tun hat, sagte ausserdem aus, dass in jedem Portemonnaie der Kinder Geld gewesen sei. Je 100 Franken.
«Auch im Nachttisch des Vaters lagen noch 536 Franken.»
Weiter gegen einen Einbruch spricht den Ermittlern zufolge, dass die Schmutzschicht auf dem Fenstersims draussen nicht verschmiert war. Auch die Hauswand habe keine typischen Kratzspuren aufgewiesen.
Die Mitarbeiter der Spurensicherung schilderten, was für ein Bild sich ihnen in den Kinderzimmern geboten hat. Mario sei auf dem Bett gelegen und habe noch sein Stofftier umschlungen. Céline lag in ihrem Zimmer auf dem Teppichboden.
Die Schlüsselfrage
Zu Wort kamen auch die Kriminalbeamten des technischen Dienstes. Sie gingen der Frage nach, ob Einbrecher womöglich einen Schlüssel zur Wohnung der Familie kopiert haben könnten.
Man habe aber alle vier Schlüssel in der Wohnung gefunden, Verwaltung und Schlüsseldienst hätten nur vier Kopien angefertigt. Ausserdem seien die Schlüssel von hoher Qualität, eine Kopie nicht leicht anzufertigen.
Der technische Dienst habe auch keine typischen Einbruchsspuren auf dem Türschloss feststellen können.
Weisser Pulli, Haare im Gesicht
Bianca B. sass während dieser Schilderungen wie versteinert da, bewegte sich keinen Zentimeter. Sie trug einen weissen Pullover. Ihre Haare hingen ihr ins Gesicht.
In der zweiten Prozesswoche geht es auch um das psychiatrische Gutachten von Bianca B. Für den Psychiater von Bianca B. ist der ganze Freitag vorgesehen.(num/gux)