Rücktritt Vollenwyder «Man soll gehen, solange man noch Freude hat»

ZÜRICH - Nun ist es offiziell: Der Zürcher Finanzvorsteher Martin Vollenwyder hört auf.

  • Publiziert: 29.10.2012
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Martin Vollenwyder beantwortet Fragen der Journalisten

(Keystone)

Was Blick am Abend und Blick.ch schon vor über einem Monat publizierten, hat Martin Vollenwyder nun be­stätigt: Der Stadtzürcher ­Finanzvorsteher tritt per 14. Mai 2013 zurück.

«Ich werde im nächsten Jahr 60 Jahre alt», sagt Vollenwyder an der kurzfristig einberufenen Medienkonferenz. «Ich möchte das dritte Drittel meines Lebens nicht mit dem gleichen Arbeitspensum wie jetzt bestreiten.»

Vollenwyder betont aber, dass er sich nicht schlecht fühle. «Ich führe das Amt nach wie vor mit Freude aus, aber man soll schliesslich gehen, solange man noch Freude hat», so der Magistrat. Ausserdem sei das Finanzdepartement im Moment gut aufgestellt.

Trotzdem denkt Vollenwyder noch nicht an den Ruhestand. «Mit sechzig Jahren habe ich immer noch die Chance, das eine oder andere Mandat zu übernehmen», sagte  Vollenwyder. Konkret meint er damit das Präsidium der Zürcher Tonhallegesellschaft. Er bestätigt, dass er «Interesse» daran habe.

Der 59-Jährige könne aber nicht garantieren, dass er nach seinem Rücktritt «gar nichts mehr sage». Dafür sei er zu viel Viertelitaliener, sagte er schmunzelnd.

FDP will Sitz verteidigen

Martin Vollenwyder war seit 2002 in der Stadtzürcher Regierung. Der Gesamtstadtrat nahm heute mit «ausserordentlichem Bedauern» vom Rücktritt des langjährigen Kollegen Kenntnis. Auch die FDP bedauert. Die Partei verliere einen hochkarätigen Finanzvorsteher, sagte Michael Baumer, Präsident der Stadtzürcher FDP.

Die Partei will nun den Stadtratssitz  mit dem abgewählten Kantonsrat Marco Camin verteidigen. Der 48-Jährige sei aus dem «richtigen Holz geschnitzt», sagt Baumer. Die Delegierten müssen Camins Kandidatur in gut einer Woche noch absegnen. (woz)

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