Luxus-Rausch in der Zürcher Widder-Bar Gast bestellt 3500-Franken-Drink

ZÜRICH - Seit Anfang Dezember kann man in der Zürcher Widder-Bar für viel Geld wenig trinken. Die Drinks im Angebot kosten bis zu 3500 Franken. Bar-Manager Dirk Hany sagt, was es damit auf sich hat.

Dirk Hany, Bar-Manager der Widder-Bar, ist für die exklusiven Kreationen verantwortlich.  play
Dirk Hany, Bar-Manager der Widder-Bar, ist für die exklusiven Kreationen verantwortlich.  Facebook Dirk Hany

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Ein Besuch in der Widder-Bar in Zürich kann ins Geld gehen. Das Foto einer Getränkerechnung, das derzeit in den sozialen Medien kursiert, zeigt, dass sich ein Gast einen Abend in dem edlen Lokal 1106 Franken hat kosten lassen – und dabei hat er nicht mal besonders viel getrunken.

Maximalkosten für den Cocktail «El Maximo». Dieser kostet pro Glas 520 Franken. Prost! play
Maximalkosten für den Cocktail «El Maximo». Dieser kostet pro Glas 520 Franken. Prost! Facebook Dirk Hany

Zum Grossteil für den Preis verantwortlich ist nämlich der exklusive Cocktail El Maximo: Eine Mischung aus Havana Club Añejo Maximo, frischem Limettensaft, Rohrzucker und weissen Trüffeln aus Alba in Italien. Kostenpunkt: Satte 520 Franken. Pro Glas.

Luis the French ist vorbestellt

Für die ausgefallenen Getränkekreationen verantwortlich sind Dirk Hany (33), der Bar-Manager des Hotels Widder, und sein Team. Hany betont, dass Drinks trotz ihres exorbitanten Preises durchaus Kundschaft anziehen. «Im Dezember haben wir schon drei El-Maximo-Cocktails verkauft», sagt er.

Sogar der teuerste Cocktail auf der Karte sei vorbestellt: «Ein Gast hat bereits einen Luis the French reserviert.» Dieser kostet 3500 Franken (!) pro Glas. Der 980 Franken teure Royal HIGHBall stiess hingegen bislang auf kein Interesse.

Hany selbst muss – oder darf – seine Cocktails auch selber abschmecken. Der Profi-Barkeeper probiert entweder eine Miniaturausführung davon oder mixt den Drink mit einer billigeren Alternative. Denn für die Cocktails werden sehr alte und rare Exklusivspirituosen verwendet.

Gäste aus aller Welt

«Als Rum-Liebhaber schmeckt mir El Maximo am besten von allen», erklärt Hany. Auch das Zubereiten selbst mache ihm Freude: «Es ist schon speziell, einen exklusiven Cocktail vor dem Gast zu mixen.»

Doch wer bestellt überhaupt einen Drink, der so viel kostet wie ein Smartphone? Über seine Gäste will Hany nicht viel preisgeben. Er sagt lediglich: «Es sind Menschen, die gerne gute Cocktails und Spirituosen geniessen – und auch das nötige Kleingeld zur Verfügung haben». Sie kämen sowohl aus der Schweiz wie aus dem Ausland und gehörten allen Alterskategorien an.

Die exklusiven Cocktails gibt es nur noch bis Ende Jahr. Man habe sie im Dezember angeboten, um den letzten Monat vor der Renovationspause des Widders zu feiern, sagt Hany. Ab Januar wird die Bar für die nächsten Monate in einem Provisorium hausen. (vac)

Publiziert am 22.12.2016 | Aktualisiert am 29.12.2016
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8 Kommentare
  • Jenkins  Roy aus Geneve
    23.12.2016
    Da kann man insofern verstehen, weil ein Schicht, so unverschämt viel einkassiert ohne etwas zu leisten dass diese Menschen in einen Vorzeigewahn kommen, dass sie für Beträge CHF 3.500 8.000. allein für Drinks leisten können . Damit es andere auch Menschen sehen.
    Ausbildung ist sekundär, primär ist die Beziehung um Löhne über jährlich CHF Viertel bis 2 Millionen einzusacken..
  • Jenkins  Roy aus Geneve
    23.12.2016
    Perversa ist vorallem, dass die Schwelle zwischen reich und arm in diesem Land immer schlimmer wird, mindestens 70 Prozent der Bevölkerung
    bekommen fürt das Ueberleben nur wenig oder einen Lohn der noch einigermassen reicht und die übrigen 30 Prozent die nicht einmal arbeiten müssen, bekommen kassieren den Rest mit 7-stelligen Zahlen
    Daran will man nichts ändern. Denn Steuern bezahlt die grosse Zahl
    des Mittelschicht. Kapitalismus pure. Ich bin weder grüne noch Kommunist
  • max  gerster 23.12.2016
    Wenn meine Freundin sich etwas kaufen will und jammert, die Schuhe etc. sind soooo teuer, dann rate ich Ihr, dies ev. nicht zu kaufen und hinterher mein Spruch: Irgendwo lacht und protzt irgend ein Kerl der die überteuerten Waren verkauft. Also ist es jedem überlassen ob man dies unterstützt oder eben nicht.
  • drafi  schweizer aus berg
    23.12.2016
    für Leute die für diese Preise Drinks Bestellen habe ich nur Verachtung übrig, Angeben um jeden Preis, auch wenn man das nötige Kleingeld dafür hat, Respektlos gegenüber Menschen die kaum ein Glas Wasser im Tag zur Verfügung haben, ich würde mich schämen so einen Drink zu Bestellen, ja und der Name der Bar ist irgendwie Sinnbildlich, Widder(lich)
  • Gustav  Broennimann , via Facebook 23.12.2016
    Die superteuren Fantasiedrinks muss ja keiner bestellen. Die Widder-Bar wird nun schon seit Tagen in der Presse vorgeführt. Gratiswerbung... Ziel erreicht.
    • Sandro  Müller 23.12.2016
      Schon alleine die Tatsache, dass solche völlig unrealistisch teuren "Drinks" erhältlich sind, ist völlig krank. Nichts in dieser Art auf dieser Welt, ist soviel Geld Wert. Die Menschheit wird - so hoffe ich - bald wieder auf den Boden der Realität geholt und zwar mit einem riesen BÄNG!!!
    • peter  Schaad 23.12.2016
      Es geht ja nicht darum, ob man sie kaufen muss oder nicht und ob man sie als Normalbürger sich leisten kann. Es geht darum, dass sich immer mehr eine kleine Superreiche Schicht etabliert, die sich solche absoluten dekadenten Unmöglichkeiten leistet, während es mittlerweile ganz viele hat, die mit ihren Einkünften gerade so durchs Leben kommen. Leider gibt es sogar viele, die finden das nicht störend oder falsch.