Kongress für Züchtungsforschung Urin-Aktivisten stürmen ETH-Saal

ZÜRICH - Sie warfen Kuhdreck, Urinbeutel und faule Eier ins Publikum: Ein Horde Vermummte sorgte heute an der ETH Zürich für einen Eklat.

ETH Zürich: Vermummte Aktivisten stürmen Saal und werfen mit Kuhmist play

Vorlesungssaal in der ETH.

Keystone

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Gegen 11.15 Uhr stürmten mehrere vermummte Personen in den grossen Saal der ETH in Zürich. Dort fand gerade der Kongress der Europäischen Gesellschaft für Züchtungsforschung mit rund 300 Personen statt, wie die Stadtpolizei schreibt.

 

Erste Abklärungen der Polizei ergaben, dass die Aktivisten Kuhmist, faule Eier, Urin und weitere zur Zeit unbekannte Substanzen in die Menge warfen. Zudem wurden die Wände des Saals versprayt. Zur Zeit würden keine Angaben über verletzte Personen vorliegen.

Der Hörsaal musste jedoch sofort geräumt und der Kongress unterbrochen werden. Vor dem Gebäude entdeckte die Polizei noch ein Transparent. Die Vermummten konnten unerkannt aus der ETH flüchten. Die Stadtpolizei Zürich hat eine Fahndung eingeleitet und konnte zwei Verdächtige festnehmen. Der entstandene Sachschaden dürfte mehrere tausend Franken betragen. (bih)

Publiziert am 29.08.2016 | Aktualisiert am 30.08.2016
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  • Andreas  Dietrich aus Wettingen
    29.08.2016
    Da ca. ein Drittel aller Nahrungsmittel im Abfall landet, fragt man sich schon, ob die Hochleistungszüchtung der Weisheit letzter Schluss ist. Die "Demonstranten" haben jedoch höchstens erreicht, dass kritische Stimmen nicht mehr ernst genommen werden. Besten Dank dafür!
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      29.08.2016
      Ja, ist sicher nicht ganz klever gewesen, das Problem ist leider so, dass normale Kommunikation nicht mehr möglich ist. Leute die den maximalen Gewinn wollen hören eh nicht zu, ein Gespräch wird in der Öffentlichkeit nicht die Aufmerksamkeit bekommen wie diese Aktion hier, manchmal braucht es solche Aktionen, auch wenn sie nicht die feine englische Art sind. In solchen Fällen verhallen die zu leisen Töne leider ungehört.....
    • Thomas  Maeder 29.08.2016
      Eine an der ETH stattfindende Konferenz ermöglicht, auch kritische Meinungen einzubinden, ausserdem sind die Inhalte dann auch Fachleuten zugänglich, die nicht bei Grosskonzernen angestellt sind und kein Riesenbudget haben. Die Alternative dazu sind geschlossene Veranstaltungen, wo ausschliesslich Vertreter von Grosskonzernen sich gut geschützt im Geheimen treffen. Ich würde einen Tausender darauf wetten, dass die "Aktivisten" sich nie um eine konstruktive Teilnahme bemüht haben.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      30.08.2016
      Herr Mäder; da haben Sie sicher recht, nur stellt sich hier die Frage, WER hätte ohne diese Aktion überhaupt mitbekommen dass diese Veranstaltung statt fand, es sind doch nur die Insider die da sind, und genau bei denen liegt doch der grösste Teil des Problems! Mit der Aktion wurde die Veranstaltung aber ins Licht gerückt, der normale Bürger hat mitbekommen dass die statt fand und kann nun auch mitreden, zuvieles geschieht bei uns im Verborgenen!
  • Marc  Jenal aus Zürich
    29.08.2016
    Dass man den Verzicht auf hochgezüchtete, ertragreiche Kulturpflanzen und somit auf eine relativ sichere, umfangreiche, erschwingliche Nahrungsmittelproduktion für sich selbst entscheidet, ist völlig in Ordnung. Absolut menschenverachtend ist es, wenn man diesen Entscheid aber auch Milliarden, die oft hungernd, in ärmlichen Verhältnissen leben und auf eine günstige, ertragreiche Produktion angewiesen sind, aufzwingen möchte.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      29.08.2016
      Sie haben sich wohl nicht mit der Materie auseinandergesetzt, ihren Worten nach zu urteilen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Dokus die beweisen dass die Ressourcen - richtig genutzt und verteilt - für 12 Mia Menschen reichen würde. Leider ist der Mensch gierig, vor allem die Spekulanten die Preise für Mais und Getreide hoch jagen, so dass es sich die arme Bevölkerung nicht leisten kann!! Werner Boote hat eine gute Doku dazu gemacht! Auch der Film FoodInc. beweist das ganz klar!!!!
  • Helmut  Kiesalter , via Facebook 29.08.2016
    Bin mit ihnen einverstanden das rechtfertigt jedoch in keiner Weise die Vorgehensweise dieser vermummten Gestalten.
  • Thomas  Hager aus Luzern
    29.08.2016
    Na ja es braucht noch bessere Hochleistungskühe denen keine Hörner mehr wachsen und die nach zwei Wochen erwachsen sind und deshalb Milch geben dafür werden sie mit sechs Monaten geschlachtet. Die Hunde und Katzen haben auch noch zuwenig flache Schnauzen schliesslich können sie noch knapp atmen.
    Die eierelegende Milchwollsau wird das Züchtungsziel sein.
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    29.08.2016
    Züchtung von WAS? Tier?Mensch?
    Es braucht keine Züchtung von Tieren - der Natur überlassen - der Mensch versucht sich immer und immer wieder über die Natur zu erheben, zu ermächtigen - das wird von der Natur keineswegs goutiert. Stopp dem Virus in unseren Köpfen stärker zu sein als die Natur!
    ewz
    • Martin  Arnold aus Derendingen
      29.08.2016
      Das ist das erste Mal dass ich mit Ihnen einverstanden bin. ;)
    • Thomas  Maeder 29.08.2016
      Ohne Züchtung sähe unser Korn noch so aus, wie die übrigen Gräser, weil Gräsersamen in der Natur eigentlich von Ameisen eingesammelt werden, nicht von Menschen. Und Auberginen, Zucchetti usw. wären klein wie Kirschen. Mal sehen, wie Sie davon satt werden.
    • Marc  Jenal aus Zürich
      29.08.2016
      Sind sie auch bereit dies mehreren Milliarden Menschen so mitzuteilen und dabei zuzusehen wie sie erbärmlich verrecken/verhungern? Dass sie in der Schweiz sich aktuell immer genug Nahrungsmittel werden leisten können, steht ausser Frage. Der grösste Teil der Weltbevölkerung ist darauf angewiesen, dass bei geringem Flächenverbrauch, zu tiefen, erschwinglichen Kosten, grosse Mengen von Nahrungsmitteln produziert werden, in dieser Menge wäre dies ohne Zuchterfolge absolut unmöglich.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      29.08.2016
      Herr Mäder; einerseits richtig, es gibt jedoch Züchtungen die einfach nur noch brutal sind!! Die ganzen Hochleistungskühe die die Tiere extrem auslaugen, sie sind in der Hälfte ihres Lebens bereits Wracks! Und das obwohl wir einen Milchberg haben! Oder die Legehennen und Masthähnchen, einfach nur brutal und unnötig!! In den Bereich Züchtung kommen auch Genmanipulationen, wohin das führt zeigt Monsanto und ihre üblen Geschäfte
    • Urs  Schaad aus Zürich
      29.08.2016
      An Alexandra Weber: Aber Sie sind sich schon bewusst, dass wir in Europa nach diesem Sommer ohne Tier- und Pflanzenzüchtung oder Globalisierung eine Hungersnot hätten. Wenn Sie es gerne so natürlich haben und auch leben wollen, bitte ich Sie, in den nächsten 12 Monaten nur noch ein Drittel von dem zu essen, was Sie sonst so zu sich nehmen. Als Selbstversuch, versteht sich. Wenn sich Mangelerscheinungen einstellen, dürfen Sie natürlich aufhören.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      29.08.2016
      Herr Jenal; das ist falsch!! Das Problem sind wir Konsumenten die hier über den Bedarf hinaus verschwenden! Ein weiteres Problem sind die Spekulanten an den Börsen die die Preise für Mais oder Getreide hochjagen so dass sich die Armen nicht mal mehr das einfachste leisten können! Sofern Sie die Doku FoodInc noch nicht gesehen haben, würde ich Ihnen die ans Herzen legen, ev. verstehen Sie dann die Komplexität von unserer Wohlstandsgesellschaft und den direkten Einfluss auf die armen Ländern!
    • Marc  Jenal aus Zürich
      29.08.2016
      @Jost Selbstverständlich haben Spekulationen und unsere Nahrungsmittelverschwendung einen grossen Einfluss auf den Zugang zu Nahrungsmitteln und deren Preis/Verteilung in ärmeren Ländern. Das steht auch nicht im Widerspruch dazu, dass ohne den über Jahrhunderte gezüchteten, ertragreichen Kulturpflanzen nur ein Bruchteil der Erdbevölkerung ernährt werden könnte. Keine einzige der Pflanzen, die wir essen ist natürlich so entstanden.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      29.08.2016
      Herr Jenal; dann nennen Sie mir mal den Nutzen für uns, wenn die Hochleistungskühe mit 5 Jahren Wracks sind, die Kälbchen kurz nach der Geburt schon beim Metzger landen nur damit die Kuh weiterhin Milch gibt die wir mit teuren Subventionen billig in andere Länder verschleudern!!!! Es würde auch mit weniger Turbokühen gehen, und das ist nur ein Beispiel!!!
    • Thomas  Maeder 29.08.2016
      Nur mal als Hinweis für alle: An dieser Konferenz ging es um Pflanzenzucht, nicht um Hochleistungskühe. Den Konferenzplan mit allen Rednern und Themen kann man mit Google nach ca. 30 Sekunden finden.