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Zürich, 06.30 Uhr. Es ist früh. Es ist kalt. Es schneit. Und trotzdem: Die Menschen gehen zur Arbeit. So wie jeden Donnerstag.
Nur ein Glückspilz bleibt heute wohl zu Hause. Oder checkt im Luxushotel ein. Er oder sie muss nämlich nie mehr früh aufstehen. Am Mittwoch Abend knackte jemand aus der Ostschweiz den Lotto-Rekord-Jackpot von 35,7 Millionen Schweizer Franken!
Das freut nicht nur den Glückspilz. Sondern auch die Kioskfrauen. Obwohl sie noch früher aufstehen mussten als die Pendler, die um halb sieben zur Arbeit gehen.
«Heute bin ich um halb fünf aufgestanden», sagt Kioskfrau Gertud Ruepp vom Kiosk in der Bahnhofsunterführung Stadelhofen fröhlich. «Den Jackpot habe ich zwar nicht geholt, sonst wäre ich vielleicht nicht gekommen. Aber ich bin gottenfroh, dass der endlich geknackt ist. Sie können sich nicht vorstellen, was hier los war in den letzten Tagen!»
Die Kioskfrauen – sie sind die Leidtragenden, wenn das Lottofieber die ganze Nation erfasst. «Die Schlange war ununterbrochen mehrere Meter lang», erzählt Tamara Rodel vom Kiosk am Zürcher Bellevue. «Und viele hatten zudem noch keine Ahnung, wie das genau geht. Man war die ganze Zeit am erklären, nur Lotto, Lotto.» Frau Rodel lacht: «Ich bin wirklich froh, dass der Rekord-Jackpot nun weg ist.»
«Lotto? Ich arbeite nun seit fast drei Jahren an diesem Kiosk. Aber so etwas habe ich noch nie erlebt!», sagt auch Ariana Blacevic vom Kiosk an der Theaterstrasse.
Egal, wo man fragt: Es klingt an jedem Kiosk gleich. «Gewonnen habe ich nichts», meint auch Selin Vurulmaz vom Kiosk Stadelhofen. «Aber ich bin sehr froh. Sehr froh, dass es vorbei ist.»
Doch wer weiss: Am Ende ist die Glückliche Gewinnerin sogar Kioskfrau! Bis jetzt hat sich der Gewinner nämlich noch nicht gemeldet, um den Gewinn abzuholen.
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Fröhlich, obwohl sie nichts gewonnen hat: Snjezana Novak vom Kiosk beim Bahnhof Stadelhofen in Zürich freut sich, dass der Jackpot geknackt wurde. (Gabriel Brönnimann)