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Anscheinend reicht es, nicht gewalttätig oder extremistisch aufzufallen um als braver Neonazi durchzugehen. Und als braver Chef der Zürcher IV-Ärzte zu bestehen. Denn die Zürcher Behörden wussten offenbar von der braunen Vergangenheit des Dr. Dr. Arnulf M.* (im BLICK). Trotzdem unternahmen sie nichts!
Zuvor hatte der Inlandnachrichtendienst DAP die Zürcher Behörden informiert. Dies schrieb heute das EJPD in seiner Antwort auf die Anfrage von Nationalrat Carlo Sommaruga (SP/GE). Dieser hatte bemängelt, dass der Bund trotz der rechtsextremen und pädophilen Vergangenheit des Arztes nicht bei dessen Arbeitgeber, der Zürcher IV-Stelle, interveniert habe.
Das EJPD windet sich aus der Schlinge, Auskünfte an den Arbeitgeber erfolgten in der Schweiz «mit allergrösster Zurückhaltung». Anscheinend reicht da nicht mal die Kenntnis darüber, dass Arnulf M. sogar Vorträge bei der rechtsextremen NPD hielt.
Die zuständigen deutschen Behörden hätten den DAP orientiert, als der Arzt im Mai 2006 aus Halle nach Zürich zurückkehrte. Hier hatte er schon von 1997 bis 2002 gearbeitet – bis ihm wegen seiner Zugehörigkeit zur rechtsextremen NPD gekündigt wurde.
Der DAP setzte daraufhin die Zürcher Behörden in Kenntnis. Weiter wies er die Behörden an, ein Auge darauf zu haben, ob der Arzt gewalttätig oder extremistisch auffalle. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen.
Brisant: 2002 war Arnulf M. in Zürich Oberarzt beim forensischen Dienst der Psychiatrischen Uni-Klinik – bis eine Anzeige von seiner Frau kam, er konsumiere Kinderpornografie. Gefunden wurde nie etwas, trotzdem musste er gehen. Der Grund, so ein Mitglied gegenüber der «NZZ am Sonntag»: In seinen Gutachten seien Pädosexuelle gut weggekommen – wohl zu gut. (SDA/num)
* Name der Redaktion bekannt
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Sozialversicherungsanstalt Zürich: Hier arbeitete der Neonazi bis zu seiner Entlassung. (RDB)