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400000 Franken. Soviel erschlich sich ein IV-Betrüger in den letzten Jahren. Nun wurde der Türke von der Kapo Zürich verhaftet. Und da ist er selber schuld: Der Zocker prahlte nämlich öffentlich damit, seit vier Jahren fünf Mal pro Woche zu pokern und dabei im Durchschnitt 1000 Franken pro Abend zu verdienen.
Die Ermittlungen zeigten, dass der IV-Bezüger von den Betreibern seines Stamm-Casinos sogar als halbprofessioneller Spieler bezeichnet wurde. Doch eigentlich ist der Mann – so sagt er – schwer krank. Gegenüber Ärzten und der Invalidenversicherung hatte der Schwindler schwerste psychische Beschwerden geltend gemacht, um an die IV-Rente zu kommen.
Angst im Dunkeln
Insbesondere könne er sich nicht konzentrieren, leide unter Wahrnehmungsstörungen sowie optischen und akustischen Halluzinationen, sagte der Poker-Spieler der Polizei. Er habe zudem Angst vor der Nacht, sein formales Denken sei gehemmt, er leide unter Antriebsarmut und könne keine zwei Stunden lang ruhig sitzen.
Hätte der Mann den IV-Betrug bis zum Pensionsalter durchgezogen, wären gemäss Polizeiangaben weitere rund 900000 Franken dazugekommen. Die Zahlungen wurden mittlerweile aber gestoppt.
Im April 1997 hatte sich der Türke zudem seine Pensionskasse in Höhe von rund 98000 Franken ausbezahlen lassen, um damit eine Import/Exportfirma zu gründen. Diese wurde dann allerdings bereits zwei Monate später wieder aufgelöst.
Gemäss seinen eigenen Angaben hatte er das ausbezahlte Geld für Drogen verbraucht. Im weiteren ist er seit 1999 auch Eigentümer einer Liegenschaft in Istanbul im Wert von rund 125000 Franken, deren Existenz er immer verheimlicht hatte. (SDA/num)