ZÜRICH - Bis 2018 entstehen im Riesbach-Quartier 122 günstige Wohnungen. Damit soll das Seefeld besser sozial durchmischt werden.
play
Die Parzellen, auf denen die Siedlung entstehen soll, sind gelb eingefärbt. Links ist die Chinawiese.
(zvg)Im teuren Seefeld zu wohnen können sich Normalverdienende und Familien heute nur schwer leisten. Der Anteil an gemeinnützigen Wohnungen im Kreis 8 liegt weit unter dem städtischen Durchschnitt. Das will die Stadt ändern: Weil die soziale Durchmischung in sämtlichen Quartieren dem Stadtrat ein wichtiges Anliegen ist, lässt er im Riesbach-Quartier 122 kommunale Wohnungen bauen.
Erstellt wird die Siedlung «Areal Hornbach» auf zwei städtischen Parzellen an der Ecke Bellerive-/Hornbachstrasse. Heute hat die Stadt den Sieger des vor einem Jahr lancierten Architekturwettbewerbs vorgestellt. Gewonnen hat das Team von Knapkiewicz und Fickert AG Architekten aus Zürich mit dem Projekt «1001 Nacht».
«Dank einer klugen Raumaufteilung sind die Wohnungen sehr gut für Familien geeignet», teilte der Stadtrat heute mit. Über 70 Prozent der Wohnungen seien für Mieter mit Kindern gedacht.
«60 Prozent der Wohnungen haben viereinhalb Zimmer, die anderen zweieinhalb bis fünfeinhalb Zimmer», sagt Jürg Keller, Vizedirektor der städtischen Liegenschaftenverwaltung, zu Blick am Abend. Die Miete einer Zweieinhalbzimmer-Wohnung werde etwa 1200 bis 1300 Franken betragen, viereinhalb Zimmer gibts für 2100 Franken im Monat. «Etwa ein Drittel der Wohnungen wird subventioniert. Dann ist die Miete nochmals um ein Viertel günstiger», sagt Keller. Einen Blick auf den See würden die Wohnungen aber nicht bieten. Anmeldungen nimmt die Stadt noch keine entgegen.
Im Parterre der Siedlung entstehen Räume für Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe sowie eine Kinderbetreuungsstätte.
Voraussetzung für die Umsetzung des 70 Millionen Franken teuren Projekts ist die Genehmigung des Gestaltungsplans durch den Gemeinderat. Dieser wird voraussichtlich 2014 über das Projekt entscheiden. 2015 wird die Bevölkerung über das Projekt abstimmen können. Nimmt sie die Vorlage an, kann die Stadt Ende 2015 mit dem Bau der Siedlung beginnen und sie voraussichtlich Mitte 2018 fertigstellen.
Alle Kommentare (2)