Heikle Auto-Deals in Zürich Rüffel vom Chef für sechs Stadtpolizisten

ZÜRICH - Angehörige der Stadtpolizei Zürich erhielten von der Amag einen Flottenrabatt – obwohl kein Vertrag besteht. Diese Auto-Deals haben jetzt Konsequenzen für sechs Mitarbeiter.

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Die Stadtpolizei Zürich hat personalrechtliche Massnahmen gegen sechs ihrer Mitarbeiter ausgesprochen, wie die «NZZ» heute berichtet. Sie alle haben Bestätigungen zum Erhalt eines Flottenrabatts bei der Amag unterschrieben – mit Angaben, die nicht stimmten. Denn die Stadtpolizei hat keinen Rahmenvertrag mit dem Autohändler.

Wie diese Massnahmen gegen die Mitarbeiter konkret aussehen, wollte Marco Cortesi, Sprecher der Stadtpolizei Zürich, nicht näher ausführen. «Zu Entlassungen ist es aber nicht gekommen», sagt er gegenüber der Zeitung. Es habe kein strafrechtlich relevantes Verhalten ermittelt werden können.

Der Fall sei damit laut Cortesi abgeschlossen. Einen Rahmenvertrag mit der Amag werde es auch weiterhin nicht geben.

Verfehlungen wurden im Sommer bekannt

Hinweise auf mögliche Verfehlungen waren im Sommer aufgetaucht. Daniel Blumer, Kommandant der Stadtpolizei Zürich, reagierte mit einer internen E-Mail und stellte straf- und personalrechtliche Konsequenzen in Aussicht.

«Ich muss Ihnen wohl kaum erklären, dass in solchen Fällen abgeklärt werden muss, ob der Tatbestand des Betruges, der Urkundenfälschung und/oder der Urkundenfälschung im Amt erfüllt ist», schrieb Blumer gemäss der «NZZ». Eine Weiterbeschäftigung sei in einem solchen Fall kaum vorstellbar. (nbb)

Publiziert am 01.11.2016 | Aktualisiert am 28.11.2016
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6 Kommentare
  • Shimu  Trachsel 02.11.2016
    Hm, verstehe ich jetzt nicht. Als ich meinen Wagen gekauft habe hat der Händler auch gesagt: "Dann erhalten Sie noch einen flotten Rabat, einen Eurobonus und 4 Winterräder."
  • Stefan  Obrist aus Hünenberg See
    01.11.2016
    Die wollten günstig privat einen VW kaufen - was soll daran problematisch sein, wenn sie Rabatt bekommen? Praktisch alle Firmen bekommen Firmenrabatt und die Mitarbeiter auch.
    Aber parallel kauft die Polizei dann offiziell lieber überteuerte BMWs!
    • Remo  Cadalbert aus Thalwil
      01.11.2016
      Stimmt nicht ganz Herr Obrist. Die Streifenwagen der Stadtpolizei Zürich sind mit wenigen Ausnahmen alle von VW.
  • Walter  S. aus Zug
    01.11.2016
    Eine e-Mail mit: Ich muss Ihnen wohl kaum erklären, dass .... Hat irgendwie wenig bis keinen Stil für einen Chef! Notabene gibt es Schlimmeres! (auch bei der Polizei)
  • P  Kern aus Zürich
    01.11.2016
    Diese Polizisten sind nicht mehr tragbar und sollten fristlos entlassen werden. Das ist Urkundenfälschung und sollte von der Staatsanwaltschaft sofort aufgenommen werden, oder wird bei diesen 6 Personen ein Auge zugedrückt, weil sie den Polizistenbonus haben ? In der Schweiz ist es sehr wohl denkbar, dass unsere Justiz alles vertuscht und versanden lässt, wo ein Normalbürger dafür angezeigt werden würde. Auch in der Schweiz gibt es leider Korruption.
    • Remo  Cadalbert aus Thalwil
      01.11.2016
      In der Stadt Zürich gibt es keinen "Polizistenbonus". Mit einem Bein in man immer schon beim Staatsanwalt. Sie wohnen ja in Zürich. Dann müssten sie ja wissen wie negativ die Politik und die Bevölkerung auf ihre Polizei eingestellt ist, obwohl diese ja nur konsequent ihren Job macht. Aber in einer linken Stadt darf man auch nichts anderes erwarten.