Schweinegrippe Gutzwiller: «Die Impfung schützt Sie für Jahre»

  • Publiziert: 11.11.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

ZÜRICH – Am Zürcher Impfzentrum herrscht Stau für die Spritze gegen das H1N1-Virus. Institutsdirektor Felix Gutzwiller sagt im Video, warum sich das Anstehen lohnt.

Das Zentrum für Reisemedizin an der Uni Zürich hat rund 1000 der insgesamt 140000 Impfdosen für den Kanton erhalten. Glück hatten 50 Risikopatienten, die gestern Abend vorbeischauten und sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen konnten.

Nach diesem Probelauf für das Personal gings heute richtig los. «Wir werden am Ende des Tages rund 400 Risikopatienten geimpft haben», schätzte Felix Gutzwiller, Direktor des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin. Blick.ch erklärte er neben der Warteschlange vor seinem Institut, warum man sich impfen lassen soll (siehe Video).

Knackpunkt Kontaktperson

Schwangere, Kinder, Leute mit Lungen- oder Herzkrankheiten, Diabetiker oder Menschen mit einer Immunschwäche bekamen die Spritze. Gutzwiller: «Wir haben aber auch Leute wegschicken müssen, weil sie nicht zur Risikogruppe gehören.» Etwa Partner von Schwangeren, obwohl diese als Kontaktpersonen auf der Website des Impfzentrums aufgeboten waren – zumindest bis heute Mittag (Blick.ch berichtete).

Nächster Halt Spitäler und Arztpraxen

Dieser Tage werden auch Spitäler und Arztpraxen mit den Impfstoffen gegen das H1N1-Virus beliefert. Anfang nächster Woche sollten alle Ärzte, die Impfstoff bestellt haben, versorgt sein. «Wir haben allen Leute empfohlen, sich bei ihrem Hausarzt oder Kinderarzt einen Termin geben zu lassen», sagte Urs Rüegg, Sprecher der Gesundheitsdirektion. Man sei zuversichtlich, dass die vorhandenen Impfdosen zur Behandlung der Risikogruppen ausreichten. (SDA/dip)