Florian (†4) Gustav G. (60) gesteht Mord an seinem Sohn!

ZÜRICH – Der alleinerziehende Vater Gustav G. (60) geht mit seinem Sohn in ein Winterthurer Hotel. Dort bringt er den kleinen Florian um und versucht, auch sich das Leben zu nehmen.

  • Publiziert: 01.03.2010, Aktualisiert: 14.01.2012
play Starb durch die Hand seines Vaters: Florian (4). (ZVG/Philippe Rossier)

Am Freitagabend geht im Hotel Krone in Winterthur der Feueralarm los: In einem Zimmer liegt der 60-jährige Buchhalter Gustav G.* mit seinem 4-jährigen Sohn Florian. Beide sind bewusstlos – im Spital stirbt der kleine Florian.

Sein Vater überlebt. Bisher konnte er nicht befragt werden. Bis heute: Jetzt gestand Gustav G. dem Staatsanwalt für den Tod seines Sohnes verantwortlich zu sein! Er wollte sich nach seiner Tat das Leben nehmen.

Warum brachte er seinen Sohn um? Eine Nachbarin von Gustav G. erzählt BLICK, dass er wegen Florians Mutter ausser sich gewesen sei. «Er kam vom Einkaufen, Florian war dabei. ‹Die Frau will mir Florian wegnehmen und ihn in ein anderes Land bringen!›, sagte er mir. Gustav weinte auf offener Strasse», so die Nachbarin.

Die Mutter von Florian ist Marcia, eine junge Brasilianerin. Sie darf ihren Sohn regelmässig sehen. Auch mit ihm in die Ferien fahren. Jetzt wollte sie mit ihm offenbar nach Spanien. «Er hatte Angst, dass sie Florian von dort nach Brasilien schafft», sagt eine Geschäftspartnerin von Gustav G.

Gustav G. ist bereits wegen eines Gewaltdelikts vorbestraft. Auch als Geschäftsmann scheiterte er, häufte Schulden von fast 200000 Franken an.

Ob Gustav G. seinen Sohn wirklich aus Angst tötete, seine Frau könnte ihm den Sohn wegnehmen, will die Staatsanwaltschaft gegenüber Blick.ch weiterhin nicht kommentieren. (num)

*Name der Redaktion bekannt

play Der 60-jährige Buchhalter Gustav G. gestand jetzt die Tat. (ZVG/Philippe Rossier)