
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
In Zürich wird die WM zur Pantomime. Gartenbeizen dürfen draussen keine TV-Geräte mit Ton aufstellen (Blick.ch berichtete).
«Das ist so absurd, dass ich sofort Verbündete dagegen gefunden habe», sagt SVP-Gemeinderat Mauro Tuena zu Blick.ch.
Nun fordern alle Fraktionen im Zürcher Gemeinderat den neuen Polizeivorstand Daniel Leupi (Grüne) auf, das Verbot zu kippen. Leupi ist erst seit Mai der Nachfolger von Esther Maurer.
Die Schweiz lacht über Zürich
Unterdessen lacht die restliche Schweiz über die Zürcher Verbotitis. «Wir haben keine solche ‹Ton-Aus› Regelung», sagt Marc Heeb, der Leiter der Orts- und Gewerbepolizei in Bern. «Boulevard-Cafés und Restaurants mit Aussenbestuhlung dürfen den Fernseher laufen lassen, so lange der Match dauert – mit Ton.»
Und auch in Basel war von einer Stumm-Regelung nie die Rede. «Wir sind FCB-erprobt und haben eben eine eher liberale Praxis», sagt André Frauchiger vom Tiefbauamt.
Es gilt der gesunde Menschenverstand
Die Stadt Luzern handelt ebenfalls punktuell: «Wenn die WM-Übertragungen zum Beispiel die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, müssen wir natürlich vorsichtig sein», sagt Rico De Bona, Leiter der Dienststelle Stadtraum und Veranstaltungen. Grundsätzlich gelte jedoch der gesunde Menschenverstand.
Madeleine Speck vom Piccolo Giardino im Kreis 4, zählt auf die Einsicht der Behörden: «Hoffentlich nehmen sich die Zürcher ein Beispiel an den anderen Städten.» (bih/lha/mip)