Gesetzeshüter mit Jööö-Faktor Kapo Zürich fantasiert Jesus nach Bäretswil ZH

ZÜRICH - Was wäre passiert, wenn Jesus statt vor 2000 Jahren in Bethlehem 2015 in Bäretswil ZH geboren wäre? Die Kapo Zürich feierte den Dreikönigstag auf Facebook mit einer herzigen Geschichte. Ob Kaspar, Melchior und Balthasar tatsächlich so nett empfangen worden wären?

Die Heiligen Drei Könige müssten nicht zu Fuss dem Stern nachfolgen, sondern würden von der Kapo zur Krippe gebracht. play

Die Heiligen Drei Könige müssten nicht zu Fuss dem Stern nachfolgen, sondern würden von der Kapo zur Krippe gebracht.

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Sie heissen Kaspar, Melchior und Balthasar, kommen aus dem Morgenland und bringen dem Jesuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe. So steht es in der Bibel. Zeitig zum Dreikönigstag vom 6. Januar hat die Kantonspolizei Zürich die bekannte Geschichte neu erzählt und auf Facebook veröffentlicht.

In der neuen Variante der alten Geschichte erzählt die Polizei, was passiert wäre, wenn Jesus nicht vor mehr als 2000 Jahren einem Stall in Bethlehem geboren worden wäre, sondern heute in Schürli bei Bäretswil im Kanton Zürich. Wie es sich für ein Weihnachtsmärchen gehört, sind am Ende alle glücklich.

Genauer gesagt nicht erst am Ende - dank einem Grosseinsatz von Flughafenpolizei, Einsatztruppe Diamant und Staatsfahrzeug werden die Heiligen Drei Könige nicht nur freundlichst empfangen, sondern persönlich zur Krippe nach Bäretswil ZH gefahren und beschützt. Ausserdem wird der Verkehr vor Ort geregelt und die Medien mit Informationen über die prominenten Gäste versorgt.

Einsatztruppe Diamant und Herodes

Das Polizeimärchen kommt gut an. 823 Menschen haben den Beitrag bis heute Mittag mit einem «gefällt mir» belohnt. Und in zahlreichen Kommentaren wird die Arbeit der Kantonspolizei Zürich insgesamt gelobt.

Einer der kritischen Beiträge sieht die Jesus-Familie wegen Hausfriedensbruch in Ausschaffungshaft und versorgt das Kindchen in einer Pflegefamilie. Und eine andere Facebook-Nutzerin fragt sich in ihrem Beitrag, ob die Kantonspolizei den bösen König Herodes, der alle Kinder töten liess, wohl hätte stoppen können.

Ein anderer Nutzer stellte die «unromantische Frage», wer denn, wenn die Kapo-Variante weiter geschrieben worden wäre,  Jesus ans Kreuz gebracht hätte. «Rein theoretisch auch wir», sagt Beat Jost, Mediensprecher und Mitautor zu BLICK: «Die Polizei ist schliesslich der verlängerte Arm des Staates.» Glücklicherweise sei die Todesstrafe hierzulande aber längst abgeschafft.

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Ein Bild von der Polizei mit den Heiligen Drei Königen zu finden, sei schwierig gewesen, sagt Jost lachend. Weswegen man sich dazu entschlossen habe, das Weihnachtsmärchen mit einem schönen Polizeiauto zu illustrieren. Polizeiautos seien sowieso bei vielen Leuten äusserst beliebt: «Die Leute sagen uns oft, wir sollten wieder einmal ein schönes Bild von einem Polizeiwagen posten. Oder sie schicken uns selber welche.» (ant)

Wenn Jesus in der heutigen Zeit in Schürli bei Bäretswil, statt vor mehr als 2000 Jahren im Stall in Bethlehem geboren worden wäre: Die heiligen drei Könige hätten sich via E-Mail auf dem offiziellen diplomatischen Weg bei den kantonalen Zürcher Behörden gemeldet und den Besuch des Neugeborenen beantragt. Selbstverständlich wäre der Besuch bewilligt worden. Die drei Könige wären am 6. Januar 2016 im Flughafen Zürich gelandet, wo sie offiziell empfangen worden wären. Die Flughafenpolizei der Kantonspolizei Zürich hätte für die nötigen Sicherheitsmassnahmen im Flughafen gesorgt, der Mediendienst der Kantonspolizei hätte die Journalisten mit den entsprechenden Informationen bedient. Die drei Könige wären anschliessend mit Staatsfahrzeugen nach Bäretswil ins Schürli gefahren worden, wo Jesus geboren worden wäre. Der Konvoi wäre durch die Sicherheitspolizei der Kantonspolizei Zürich organisiert worden und im Sicherheitsdispositiv wären nebst sichtbaren Patrouillenwagen, wie dieser auf dem Bild, auch Spezialisten der Kantonspolizei Zürich, Einsatzgruppe Diamant, vorgesehen gewesen. Diese Polizisten, die nebenamtlich unter anderem für Personenschutz-Aufgaben ausgebildet sind, wären in ziviler Kleidung mit den drei hohen Staatsgästen vom Flughafen nach Bäretswil mitgefahren und hätten die drei Könige während der ganzen Zeit ihres Besuches begleitet. Selbstverständlich würde man auch in der Gemeinde Bäretswil und im Schürli, wo Jesus geboren worden wäre, entsprechende Sicherheitsmassnahmen treffen, da die Geburt von Jesus von grossem Interesse wäre und viele Menschen ihn besuchen wollen würden. Dabei wären die Regionalpolizei der Kantonspolizei Zürich sowie die Verkehrspolizei und weitere Elemente der Sicherheitspolizei zum Einsatz gekommen. Wir würden für die Sicherheit aller Besucher sorgen und im Schürli bei Bäretswil die Regelung des Verkehrs organisieren, da viele Menschen mit dem privaten Motorfahrzeug anreisen würden, um Jesus zu besuchen. Die Kantonspolizei Zürich würde alles tun, um den Besuch des neugeborenen Jesus im Schürli bei Bäretswil zu einem sicheren und schönen Erlebnis werden zu lassen.

Publiziert am 08.01.2016 | Aktualisiert am 08.01.2016
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5 Kommentare
  • Stefan  Obrist aus Hünenberg See
    09.01.2016
    Warum mit einem BMW? Die Marke ist sehr problematisch: Die höchste je verhängte WEKO Busse über 156 Mio. wegen Abzocken von Schweizern, Sauber Rennstall ruiniert, Formel 1 versagt, sehr teure Unterhaltskosten. Alles auf Kosten der Bürger, wir zahlen mehrfach!!
  • Jakob  Vogel 09.01.2016
    Die drei Könige hätten sicher auch eine Nachtlandung beantragt, denn schliesslich folgten sie dem Stern und Sterne leuchten bekanntlich nachts am besten.
  • Daniel  Frei 09.01.2016
    Mir gefällt, dass sich die Polizei sympathischer und bürgernäher gibt. Wenn sie es in der Praxis auch schaffen so aufzutreten, sich vielleicht auch einfach beim Kaffe unter die Leute mischen und plaudern wie italienische Carabinieri, dann würde das viel zu einem dringend nötigen besseren Image beitragen.
  • Daniel  Leuenberger aus Chisinau
    09.01.2016
    Staat und Religion sollten grundsaetzlich nicht vermischt werden, tut mir Leid.
    • Theodor  Storm 09.01.2016
      Völlig richtig - Religion ist grundsätzlich Privatsache, daher ist der Begriff "Staatsreligion" auch durchaus abzulehnen. Allerdings ist es schon richtig, dass die z.B. hier bei uns vorherrschende christlich geprägte Kultur sich auf die Gestaltung der Staatskultur auswirkt - NICHT umgekehrt.