Gericht fordert neues Gutachten Psychiater muss Parkhaus-Mörderin erneut beurteilen

Das Bezirksgericht Zürich muss entscheiden, ob die Zürcher Parkhaus-Mörderin nicht mehr verwahrt, sondern stationär untergebracht wird. Bis dann bleibt die «Parkhausmörderin» aber hinter Gitter.

Caroline H. nach der Urteilsverkündung im Jahr 2001. play
Caroline H. nach der Urteilsverkündung im Jahr 2001. Blick

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Das Bezirksgericht Zürich hat für die Parkhaus-Mörderin Caroline H.* ein Ersatzgutachten angeordnet. Dieses soll Aufschluss geben, ob eine von der Verteidigung beantragte Umwandlung der Verwahrung in eine stationäre Massnahme möglich ist.

Das Ergänzungsgutachten werde die Frage beantworten müssen, ob sich mit einer stationären Massnahme die Gefahr von weiteren mit der psychischen Störung in Zusammenhang stehenden Taten deutlich verringern lasse, teilt das Bezirksgericht heute mit. Das letzte Gutachten datiere vom März 2014. Seither habe es bei der Beschuldigten Veränderungen gegeben.

Mit dem Ergänzungsgutachten wird ein Psychiater beauftragt, der H. schon früher beurteilt hatte. Bis dieses vorliegt, dauert es voraussichtlich drei Monate. Danach werde das Gericht einen Entscheid fällen, heisst es in der Mitteilung.

«Kleine Verwahrung» gefordert

Die Umwandlung der Verwahrung in eine stationäre Massnahme hatte die Verteidigung letzte Woche im Rahmen der Verjährungsüberprüfung gefordert. Mit einer sogenannten «kleinen Verwahrung» könnte die Verwahrung in frühestens fünf Jahren erneut überprüft werden. Bis dann bleibt die «Parkhausmörderin» ohnehin hinter Gitter.

Im Sommer 1991 hatte die gebürtige Österreicherin im Alter von 18 Jahren im Zürcher Parkhaus Urania eine 29-jährige Frau mit einem Messer erstochen. Im Januar 1997 brachte sie im Chinagarten eine 61-jährige Passantin mit Messerstichen um. Im März 1998 fiel sie zudem an der Kirchgasse in Zürich über eine 75-jährige Frau her, die die Attacke überlebte. Kurz darauf wurde sie verhaftet.

Das Zürcher Obergericht verurteilte H. Ende 2001 wegen mehrfachen Mordes und weiterer Delikte zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe. Sie sprach aber auch eine Verwahrung aus. Seither sitzt die Frau in der Strafanstalt Hindelbank BE.

Schon im Februar 2008 beschloss das Obergericht ein erstes Mal, die Verwahrung fortzusetzen und lehnte eine stationäre Massnahme ab. Letztes Jahr entschied das Obergericht, dass das Bezirksgericht eine persönliche Anhörung und eine Verwahrungsüberprüfung durchführen muss. (SDA)

*Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 27.01.2016 | Aktualisiert am 02.02.2016
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5 Kommentare
  • William  Quispe aus Bellinzona
    28.01.2016
    Wenn ich nach Bundesbern gucke habe ich auch sadistische Gedanken. Nur gehe ich eben nicht mit der Axt dorthin, um mein Missfallen kund zu tun. Das mache ich an der Urne. Die Dame hat den Bogen überspannt. Die soll ruhig dort bleiben wo sie ist. Zumindest werden in diesem Falle meine Steuergelder sinnvoll verwendet.
  • Karen  Mind 27.01.2016
    Warum wird sie nicht in ein Oesterreichisches Gefängnis verlegt? sie ist Oesterreicherin und kostet uns nur.
  • Gautschi  Gregor , via Facebook 27.01.2016
    Das man Verwahrungen Prüft finde Ich schon recht,aber wenn dann immer alle 20 Jahre ! Das finde Ich fair !
    Gruass us Chur Gregor
  • Abbas  Schumacher , via Facebook 27.01.2016
    Vermutlich möchte ihr Verteidiger ihr mit einem neuen Gutachten, ein schöneres Leben im Bau ermöglichen? Also fordert man immer wieder ein neues Gutachten, bis das Urteil passt. Was will man bei der Frau ändern? Das sie Frauen lieben lernt? Dass sie, warum auch immer diese Taten unter weiss was für einem Zwang gemacht hat? Klar die sitzt in einem Frauengefängnis, man muss die Frauen vor ihr schützen, also Einzelhaft, kein Umgang mit anderen, klar das kostet und ist nicht lustig für diese Frau?
  • Hans  Scheidegger 27.01.2016
    Also, die Notwendigkeit eines zusätzlichen Ersatzgutachten verstehe ich nun nicht ganz. Denn in der neuesten Gerichtsverhandlung sagte Caroline H. selbst: "Ich mag Frauen nicht besonders gern." Und der neueste Therapiebericht vom 14. Januar 2016 stellt fest, dass sie bis heute sadistische Gedanken habe. Ich weiss wirklich nicht, was es da noch zu diskutieren gibt!